Was wir brauchen, ist das, was man in den USA unter dem Stichwort „BARDA“ gegründet hat, nämlich eine Förderagentur, die langfristig, bis zur Zulassung fördert. Wir haben ja bisher immer Grundlagenforschung gefördert und es dann ein Stück weit dem Markt überlassen, ob weitergefördert wird und es zur Zulassung kommt. Wir werden uns jetzt – die Diskussion führen wir gerade auf europäischer Ebene – sehr klar darauf fokussieren, dass wir eine eigene Förderagentur brauchen, die dieses sogenannte Tal des Todes aktiv überschreitet und auch die Entwicklung von Reserveantibiotika und Ähnlichem fördert; denn dafür gibt es keinen Markt. Wenn ich etwas nicht in den Markt bringen darf, das im Grunde der allgemeinen Gesundheit und auch dazu dient, sich auf mögliche Pandemien vorzubereiten oder zum Beispiel auch Resistenzen bei Antibiotika zu bekämpfen, dann muss der Staat da eintreten, dann ist das eine ganz wichtige Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, weil das der Markt nicht kann.