Danke, Frau Präsidentin. – Meine Frage richtet sich an das Umweltministerium. Das Bundesumweltministerium hat kürzlich eingeräumt, dass bislang nur ein einziger Forschungsauftrag zur Quantifizierung der durch Stickoxide bedingten Krankheitslasten existiert. In diesem Bericht ist von etwa 6 000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr die Rede. Aber bereits im nächsten Satz räumt das Bundesumweltministerium selber ein, dass die Evidenz, also die Kausalität, weniger gut belegt sei. Um es noch einmal umgangssprachlich zu sagen: Die Schlussfolgerung, dass die Einatmung von Stickoxiden für diese vorzeitigen Todesfälle ursächlich ist, ist, gelinde gesagt, wissenschaftlich weniger gut belegt.
Auch namenhafte Wissenschaftler und Ärzte halten den Zusammenhang für an den Haaren herbeigezogen. Gleichzeitig wird diese Studie aber für eine Verteufelung des Dieselmotors herangezogen. Daher ist meine Frage an die Bundesregierung: Wie wenig gut belegt ist diese Hypothese denn nun wirklich, und gibt es denn zumindest einen Forschungsauftrag, der sich nicht nur mit der Quantität, sondern auch mit der Kausalität von Stickoxiden für diese angeblich vorzeitigen Todesfälle beschäftigt?