Frau Präsidentin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß gar nicht, wie häufig wir über Fragen des Brexits, des Austrittsabkommens und auch dieses Abkommens hier im Plenum und auch im Ausschuss debattiert haben. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht.
Der Abschluss dieses Vertrages ist nicht das Ende der Beziehungen mit Großbritannien – das muss man, glaube ich, mal herausstellen –, sondern der Beginn neuer Beziehungen, die sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln müssen. Dass das nicht das ist, was wir uns alle gewünscht haben, dass das nicht das ist, was wir erhofft hatten, bevor der Brexit zustande kam, wissen wir alle. Aber der Brexit führt dazu, dass wir die Beziehungen auf europäischer Ebene jetzt weiter vorantreiben müssen.
Ich kann das auch aus eigener Erfahrung sagen: Als Nordrhein-Westfale weiß man, dass es dieses Bundesland ohne die Briten so, wie es aussieht, gar nicht geben würde. Dieses Bindestrichland wäre ohne die Briten nie entstanden. Ich weiß von meiner Mutter, von meinen Eltern, dass die Beziehungen intensiv waren, auch in jener Zeit. Es ist, glaube ich, ganz wichtig, noch mal zu spiegeln, was das auch historisch bedeutet.
Ich will an dieser Stelle eines eindeutig klarstellen, weil das, glaube ich, an einigen Stellen hier etwas kritisch formuliert wurde: Das ist ein EU-only-Abkommen. Wir sollten endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass es Verträge gibt, an die wir uns zu halten haben. Das sind die europäischen Verträge.
Wir sind Teil Europas. Und das ist wichtig für uns, gerade für Deutschland ist das wichtig.