Also, ich kann Ihnen jetzt keine konkreten Zahlen zu angeworbenen Pflegekräften nennen. Ich glaube, dass diese Bundesregierung nicht nur mit ihrer Bereitschaft, die Anwerbung zu unterstützen, sondern auch durch die bessere Bezahlung von Pflegekräften und die Schaffung von Stellen in den Krankenhäusern sehr viel unternommen hat, um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.
Ich glaube, auch nach der Pandemie ist die Aufgabe, zum Beispiel durch die Pflegeuntergrenzen und anderes dafür zu sorgen, dass das ein attraktiver Beruf ist, den man gerne macht. Denn wenn wir nämlich gerade in der Pandemie das Signal senden, dass wir im Zweifel nicht auf die Entlastung des Gesundheitssystems setzen, weil wir den Eindruck haben: „Die werden das schon schaffen“, und uns ansonsten eher auf die Freiheiten in anderen Bereichen konzentrieren, dann habe ich die große Sorge – das sieht man momentan auch –, dass die Bereitschaft, gerade in diesen wichtigen Bereichen der Intensivmedizin zu arbeiten, leidet. Das ist ja auch ein Teil dessen, was die Intensivmediziner uns gerade sagen.
Deshalb, glaube ich, ist die große Aufgabe, zu sagen: Wir wollen nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern wir wollen vor allen Dingen attraktive und verlässliche Arbeitsbedingungen auch für diejenigen, die sich um Menschen kümmern, gerade in solchen Zeiten wie einer Pandemie.