Ich würde nie sagen, dass nicht noch mehr möglich wäre, sondern das ist natürlich immer richtig. Über so große Projekte, wie sie in der Pandemie erforderlich sind, haben wir sehr viel diskutiert. Die typische Art und Weise, wie ein Start-up ein Problem löst, ist, dass es sehr klein anfängt. Wenn man aber für ganz Deutschland eine Corona-Warn-App machen möchte, dann ist das ein Projekt, mit dem man nicht erst mal klein anfangen kann, sondern das muss von Anfang an eine gewisse Dimension haben. Mit Blick auf die Geschichte war ich ja auch ein bisschen traurig. Denn wir haben am Anfang gesagt, dass wir auf ein Konsortium bauen, das sich aus Wissenschaft und Szene zusammensetzt, und die das mal machen lassen. Das endete im Streit und hat nicht funktioniert. – Also, das gibt es auch, und dann sind etwas klassischere Methoden wieder erforderlich.
Aber im Kern brauchen wir in der Verwaltung – man kann Leute von draußen reinholen – deutlich mehr Digitalkompetenz. Deshalb haben wir zum Beispiel Workshops für Staatssekretäre mit dem Digitalrat veranstaltet; auch etwas ganz Praktisches. Wir haben mit Work4Germany jetzt Fellowships, wo Digitalexperten auch in die Verwaltung kommen. Und wir verändern unser ganzes Fortbildungssystem, auch in der Verwaltung, sodass der, der dort schon eine ganze Weile arbeitet, auch Digital Skills bekommt. Das, glaube ich, ist etwas, das angeschoben ist und das sich verändert.
Dann braucht man natürlich immer Einheiten, die bei der Umsetzung von Projekten wie dem Digital Service helfen.
Jetzt hat der Kollege Martin Neumann, FDP, noch eine Nachfrage.