Frau Präsidentin! Herr Finanzminister, Sie wurden in den letzten vier Wochen zweimal in den Untersuchungsausschüssen vernommen: einmal zum Aufsichtsversagen bei Wirecard und zum anderen wegen der illegalen Cum/Ex-Steuerdeals in Hamburg. In beiden Vernehmungen haben Sie sich nur an genau das noch erinnert, was ohnehin schon öffentlich bekannt war. Jetzt haben wir viel über Steuerbetrug gesprochen. Deswegen will ich Sie etwas zu den Cum/Ex-Deals fragen. Sie hätten ja aktiv etwas dagegen tun können. Stattdessen haben Sie sich in Ihrem damaligen Hamburger Bürgermeisterbüro mit den beschuldigten Bankern getroffen, obwohl Sie wussten, dass gegen diese wegen schwerer Steuerhinterziehung ermittelt wird.
Meine Fragen: Tragen Sie als Bundesfinanzminister nicht eine besondere Verantwortung dafür, wenn es um die Bekämpfung von Steuerkriminalität auch in Hamburg geht? Haben Sie auf dieses Cum/Ex-Steuerverfahren Einfluss genommen? Es ging ja alles sehr schnell, nachdem Sie sich getroffen haben. Wie bewerten Sie als Bundesfinanzminister Ihr damaliges Verhalten?