Vielen Dank, Frau Präsidentin; das ist sehr freundlich von Ihnen.
Meine Damen und Herren, wir sind hier im Deutschen Bundestag und nicht irgendwo in der hinteren Ecke einer Kneipe. Ich muss sagen, ich bedauere fast, dass Sie gerade nicht mitbekommen, was sich hier – wenn ich mich umdrehe, rechts von mir – abspielt.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir hier sind in den Deutschen Bundestag gewählt, und das ist ein Privileg, eine Ehre. Dass wir hier herzhaft miteinander diskutieren, gerade bei einem solchen emotionalen Thema, ist selbstverständlich, und auch ich bin immer gerne bereit, eine fröhlich-lustige Auseinandersetzung zu führen. Wenn aber die Damen und Herren hier – Frau von Storch und vor allen Dingen die Herren – im Kontext von Transgender von „Schweinen“ und „Kühen“ sprechen, dann möchte ich hier eindeutig sagen: Ich bedauere sehr, Frau Präsidentin, dass Sie nicht hören, was sich hier abspielt.
Ich möchte nur, dass das jeder weiß. Diese despektierliche Art hier in diesem Hause ist unerträglich.
Die Tatsache, dass wir das ertragen müssen, ist das eine; aber ich finde, es ist wichtig, dass das alle wissen.
Ich frage Herrn Gauland als Fraktionsvorsitzenden: Inwieweit reflektieren Sie eigentlich in einer Fraktionssitzung mal darüber, was Ihre Kolleginnen und Kollegen hier so schreien – unter der Hand, aber so laut, dass wir es deutlich hören können –,
was die so raushauen? Ich möchte, dass Sie, Herr Gauland, uns erklären, ob mal darüber reflektiert wird, was wir hier alles ertragen müssen – und das im Namen des deutschen Volkes. Ich wehre mich dagegen und ertrage es auch nicht länger.