Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst zur Sache, wie ich das 23 Jahre gehandhabt habe.
Mit Artikel 13 dieses Gesetzes reformieren wir noch mal ein Stückchen am Telekommunikationsgesetz. Wir gehen insbesondere auf Wünsche der Länder ein. Die Länder können bei der Verordnung für den Universaldienst mitbestimmen. Wir öffnen die Möglichkeiten der Bundesnetzagentur bei der nächsten Frequenzversteigerung etwas mehr. Das ist gut so. Deswegen bitte ich Sie, dem Gesetz zuzustimmen.
Lieber Falko, ich kann den Dank zurückgeben. Für mich war es in dieser letzten Wahlperiode wirklich schön, mit dir in dem ganzen Bereich der Telekommunikation noch mal richtig Gas zu geben. Ich finde, wir haben uns toll ergänzt. Du musst mir nur eins verzeihen: Wenn ich irgendwann über das Wort „Glasfaserbereitstellungsentgelt“ stolpere, dann werde ich immer an dich denken.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Herbst 2018 habe ich die Menschen in meinem Wahlkreis und meine Partei darüber informiert, dass ich nicht erneut für den Deutschen Bundestag kandidieren werde. Sechsmal direkt gewählt – ich denke, das reicht.
Ich werde im Oktober, wenn der Deutsche Bundestag erneut zusammentritt, 63 Jahre alt sein. Ich kann auf 46 Jahre Arbeitsleben zurückblicken, davon 23 Jahre im Deutschen Bundestag; das ist genug für ein kleines Menschenkind.
Ich bin heute – das muss ich gestehen – ähnlich aufgeregt wie bei meiner ersten Rede, die ich noch in Bonn halten durfte. Nur sind es heute andere Gefühle, nämlich das Gefühl der Wehmut, aber auch Selbstbewusstsein und Dankbarkeit. Als ich vor 46 Jahren politisch angefangen habe im Gemeinderat Zellertal, hätte niemand gedacht, dass der Gassenjunge und der Haschemer Kerweborsch jemals 23 Jahre erfolgreiche Arbeit im Deutschen Bundestag leistet. So kann es passieren.
Ich sage das selbstbewusst, weil ich als Chemielaborant immer versucht habe, die Probleme sauber zu analysieren und klare Lösungen zu finden. Ich habe eine Bitte an die Parteien, an alle, die ihre Aufstellung zum Teil schon vorgenommen haben: Es gibt vielleicht etwas Bedarf an handwerklichem und naturwissenschaftlichem Verstand im Deutschen Bundestag.
Ich bedanke mich sehr bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundestages, in den Ministerien, Landesvertretungen, Verbänden, Unternehmen, bei den Selbstständigen und Journalisten; die Hintergrundgespräche mit der „Rheinpfalz“ werden mir fehlen. Ich bedanke mich bei den Mitbewerbern; ich habe mich immer gerne mit Ihnen gestritten und noch mehr gefreut, wenn wir zu Kompromissen oder sogar zu einvernehmlichen Lösungen gekommen sind, zum Beispiel im schönsten Gremium des Bundestages, dem ich angehören durfte: dem Parlamentarischen Weinforum.
Ich sage Danke an die SPD-Fraktion. Andrea Nahles, Rolf Mützenich, Sören Bartol und Kirsten Lühmann, die haben mir vertraut, die haben mich einfach machen lassen. Ich bin stolz darauf, der besten Landesgruppe dieses Parlamentes anzugehören, der SPD-Landesgruppe Rheinland-Pfalz.
Thomas Hitschler, vielen Dank, dass du den Staffelstab übernommen hast!
Danke an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die ich das nie geschafft hätte: im Wahlkreis Johanna Hoffmann, die mich seit 1998, seit Beginn betreut hat, Trixi Jacob, Christine Rücker und Jonathan Kreilaus, die immer auf die notwendige Bodenhaftung geachtet haben, wenn ich aus Berlin zurückgeflogen bin; hier in Berlin Ariane Meinzer, die mich durch das Raumschiff navigiert hat, Raschid El Khafif, der durch die Themen Agrar, Verkehr und Digitales navigierte, wissenschaftlich begleitet und gut fortgesetzt von Anna Rosenberg und Maxi Hoops, der Jüngsten, Neuesten in meinem Team. Sie erinnert mich immer wieder an mein eigenes Ungestüm in der Juso-Zeit.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich komme zu dem wichtigsten Teil aller meiner Reden im Deutschen Bundestag: Ich bedanke mich bei meiner Familie, weil sie die eigentliche Last zu tragen hatte, wenn ich als Abgeordneter unterwegs war. Ich sage Ihnen: Ich bin ein ausgesprochener Glückspilz. Warum? Weil meine Frau Uta, meine Kinder Larissa und Dominik mich noch immer lieben! Was kann es Schöneres geben, wenn man hier aus dem Deutschen Bundestag ausscheidet?
Vielen Dank. Alles Gute! Es war mir eine Ehre.
Damit schließe ich die Aussprache.