Ich glaube, dass das im Laufe dieser Legislaturperiode nicht mehr der Fall sein wird. Wir haben eine Vielzahl von Abrüstungsinitiativen gestartet. Wir haben zusammen mit 16 anderen Ländern die Stockholm-Initiative gegründet, bei der wir auf unterschiedliche abrüstungspolitische Themen eingegangen sind.
Dabei sind wir im Übrigen nicht nur auf atomare Fragen eingegangen, sondern auch auf ein Thema, das, wie ich finde, von immer größerer Bedeutung ist, nämlich die Frage, wie es mit neuen Technologien aussieht: autonome Waffensysteme, Killerroboter, aber auch die Möglichkeiten, die die Cybertechnik bietet. Dafür gibt es insgesamt kein ausreichendes internationales Reglement.
Grundsätzlich wünschen wir uns – das haben wir unseren amerikanischen Partnern auch gesagt –, wenn es zu dem Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin kommt, dass auch das Thema Abrüstung auf der Tagesordnung steht. Wir brauchen die USA und auch Russland, wenn es um atomare Abrüstung gehen soll. Wir haben immer noch kein Nachfolgeinstrument für den INF-Vertrag. Die Tatsache, dass der New-START-Vertrag verlängert worden ist, ist aber schon mal ein guter Anfang.
Wir unterstützen daher alles, was in diesen Zeiten – in den letzten Jahren hat uns kaum eine Initiative im Abrüstungsbereich international weitergebracht – darauf hinausläuft, dieses Thema mit einer neuen amerikanischen Administration wieder auf die Tagesordnung zu setzen, und was dafür sorgt, dass es in den kommenden Jahren wieder effektiv zu Abrüstungspolitik und auch zu entsprechenden Entscheidungen kommt.