Herr Minister, ich möchte gern noch mal auf den Anfang Ihrer Ausführungen, auf das Treffen der G 7, zurückkommen. Gestern hat die Bundeskanzlerin bei der Feier zu 20 Jahren Nachhaltigkeitsrat einen bemerkenswerten Satz zum Thema Klimaschutz gesagt: Was wir bisher gemacht haben, war schlicht zu wenig. – Wenn das jetzt im Mittelpunkt des G-7-Treffens steht, frage ich Sie: Was wollen Sie dort zusätzlich zu dem anbieten, was Ihre eigene Regierungschefin als zu wenig bezeichnet hat?
Es sind ja verschiedene Dinge denkbar. Sie könnten sich überlegen, dem Aufruf der Internationalen Energie-Agentur zu folgen und im Rahmen von Regeln für Green Finance keinerlei Investitionen in fossile Infrastruktur mehr zuzulassen. Sie könnten gemeinsam mit den USA – John Kerry hat das verschiedentlich vorgeschlagen – sagen: Wenn wir unsere Industrie CO2-frei gestalten, dann muss die vor Dumping-Konkurrenz geschützt werden; deswegen lasst uns doch auf so etwas wie ein Cross-Border Adjustment verständigen.
Was sind Ihre Vorschläge für die G 7, um das zu überwinden, was die Kanzlerin als „zu wenig“ bezeichnet hat?