Ich glaube, dass jeder von uns, der da Entscheidungen zu treffen hatte – ob Sie das hier im Parlament waren, ob das wir in der Regierung waren oder ob das die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten waren –, sich immer, in jeder Sekunde überlegt hat: Was ist der beste Weg durch ein so unvorhergesehenes Ereignis wie eine solche schreckliche Pandemie?
Unser erster Maßstab war, die Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Ich habe eben gesagt: Das ist uns einigermaßen gelungen.
Der zweite Maßstab war natürlich, möglichst jedes Menschenleben zu schützen. Da, muss man sagen, hatten wir schwere Stunden und Wochen, gerade auch, wenn ich an den Jahreswechsel 2020/2021 denke, wo wir viel lernen mussten, um die Pflegeheime besser zu schützen.
Wenn ich daran denke, was wir an Hilfsmaßnahmen beschlossen haben, dann haben wir, glaube ich, auch vieles richtig gemacht.
Trotzdem gibt es sehr, sehr viele Menschen, die gelitten haben, die auch über das Maß, das sie vielleicht selbst schaffen, hinaus gelitten haben. Denen müssen wir jetzt und dann auch nach Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite weiter helfen, mit Unterstützungsmaßnahmen für die Kinder, für die Jugendlichen, für die Familien. Das müssen wir situationsgerecht weiter tun.
Die Pandemie ist ein großer Einschnitt in unserer Geschichte. Da wird man auch zurückblickend noch mal Lehren ziehen müssen: Was können wir besser vorbereiten für solche Fälle? Aber im großen Ganzen, würde ich sagen, haben wir sehr vieles richtig gemacht, auch im internationalen Vergleich.