Na ja, wir hatten ja zwei Sorten von Problemen. Ich war sehr glücklich, dass das Kyoto-Abkommen verhandelt wurde, und habe dann mehrere Rückschläge mit Schrecken zur Kenntnis nehmen müssen: erstens dass die Vereinigten Staaten von Amerika niemals das Kyoto-Abkommen unterzeichnet und ratifiziert haben, zweitens dass große Länder wie Indien erklärt haben, nie, niemals würden sie verpflichtend ein internationales Abkommen unterzeichnen, bei dem das nationale Parlament sozusagen seine Reduktionszahlen vorgegeben bekommt. Das hat dann zu dem Rückschlag von Kopenhagen geführt und dann zu dem heutigen Paris Accord, wo man ja von freiwilligen Verpflichtungen ausgeht.
Wenn ich mir die Situation anschaue, stelle ich fest, dass kein Mensch sagen kann, dass wir genug getan haben; das ist doch vollkommen klar. Da kenne ich im Augenblick echt niemanden. Aber wir haben uns als Europäische Union doch sehr anspruchsvolle Vorgaben gemacht, wir haben sehr dafür gesorgt, dass das Pariser Abkommen verabschiedet werden konnte – ich gucke immer auf das gelbe Flackern –, und wir haben sozusagen auch weltweit doch sehr daran gearbeitet, Klimaallianzen zu schmieden. Dass China heute solche Vorschläge macht, dass wir erfreulicherweise auch die Vereinigten Staaten von Amerika wieder an Bord haben, das sind gute Dinge. Aber die Zeit drängt wahnsinnig. Ich kann die Ungeduld der jungen Leute verstehen.
Also, genug ist es angesichts der objektiven Situation noch nicht, aber es ist viel passiert, und zwar mit einem höheren Tempo, als es 1997 auf der Agenda stand.