Lieber Chris Kühn, Sie haben eben das Wort „Genossenschaften“ in den Mund genommen. Das war der Punkt, auf den ich zurückkommen wollte. Sie haben zu Recht gesagt, dass die Gesellschaften begünstigt werden sollen, die sich dauerhaft dem Gemeinwohl verpflichtet erklären. Als die Gemeinnützigkeit damals, 1988, abgeschafft wurde, haben wir dagegengestimmt; Sie haben dagegengestimmt. Wir haben die Situation, dass es seitdem noch die sogenannten steuerbefreiten Vermietungsgenossenschaften gibt. Ich wollte Sie darauf aufmerksam machen bzw. fragen, ob Sie wissen, dass die heute ein Problem haben. Denn wenn man eine Genossenschaft und nicht steuerbefreit ist und in das steuerbefreite Segment gehen will, muss man quasi seine stillen Reserven nachversteuern. Wir als SPD wollen, dass diejenigen, die sich zukünftig gemeinnützig verhalten, steuerliche Vorteile haben. Im Augenblick ist das genau andersrum.
Meine Frage ist: Kennen Sie das Problem, und stehen Sie an unserer Seite, wenn es darum geht, dass diejenigen, die sich gemeinnützig verhalten, zukünftig bessergestellt werden und es an dieser Stelle zu einer Änderung kommt?