Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Seit einigen Jahren wird seitens meist altfeministischer Kreise und deren Erfüllungsgehilfen, der sogenannten Zivilgesellschaft, in Medien und in anderen obskuren Organisationen eine Verhunzung unserer deutschen Sprache betrieben. Zunächst geschah das unter dem Vorwand einer angeblichen Diskriminierung von Frauen. Da sich aber mittlerweile die sogenannte Zivilgesellschaft gar nicht mehr sicher ist, ob und, wenn ja, wie viele Geschlechter es gibt und wer sich wann wie fühlt, bedienen sich dieser Idee nun Ideologen und Queer-Denker – Querdenker hier mit Doppel‑e – der mittlerweile sogenannten geschlechtsneutralen oder gendersensiblen Sprache, einer Sprach- und Schreibmelange, die mehrheitlich zu Miss- und Unverständlichkeiten, zu Sinnlosigkeiten, ja schlichtweg zu falschem Sprachgebrauch führt.
Die deutliche Mehrheit aller Bürger in Deutschland – ungefähr zwei Drittel – lehnt diesen Orwell’schen Sprachunsinn aber ab, übrigens ganz unabhängig davon, ob es sich um einen Mann oder eine Frau oder sonst wen handelt, ob Sie einen AfD-, Grünen- oder SPD-Anhänger vor sich haben. Knapp 60 Prozent der Frauen und sogar eine relative Mehrheit der Grünen, nämlich 48 Prozent, sagen Nein zu Sternchen, Binnen-Is, Doppelpunkten, Schräg- und Unterstrichen und Stotterpausen.
Nur 47 Prozent der Grünen sagen Ja zu diesem Quatsch, wobei ich mich frage, wo die restlichen 5 Prozent bleiben. Aber die haben wahrscheinlich die Frage nicht verstanden.
Wobei es dann ein bisschen mehr als 5 Prozent sein müssten. Jedenfalls äußern sich 5 Prozent der Grünen dazu nicht.
Meine Damen und Herren, zu welchem Irrsinn eine solche Ideologie führen kann, hat eindrucksvoll die Stadt Weimar – das ist in meinem Wahlkreis – bewiesen, wo die Geschäftsordnung des Stadtrates nicht etwa nur gegendert, sondern in ausschließlich weiblicher Form geschrieben wurde.
Das heißt, wir haben dort die „Oberbürgermeisterin Peter Kleine“; so wird er korrekt angesprochen.
Ähnlichen Unfug betrieb auf Bundesebene die als Hass- und Hetzeministerin in die Geschichte eingehende Frau Lambrecht, die tatsächlich einen Gesetzentwurf zum Unternehmenssanierungsrecht vorlegte, der ausschließlich weibliche Formen und Bezeichnungen enthielt. Das Bundesinnenministerium – offenbar im Gegensatz zum Justizministerium noch etwas bei Sinnen – hatte dann, Gott sei Dank, diesen Murksentwurf abgelehnt und eine sprachliche Überarbeitung gefordert, da das generische Femininum – Zitat – „zur Verwendung für weibliche und männliche Personen bislang“ – und das lässt Böses erahnen – „sprachwissenschaftlich nicht anerkannt“ sei. Es bestehe die Gefahr – so weit das Bundesinnenministerium –, dass das Gesetz nur für Frauen gelten könne; so wurde ausgeführt.
Es gibt wirklich große Gefahren. Denken Sie an das schöne Wort „Oberbürgermeister“. Wenn Sie das richtig gendern, dann wird daraus die „Ober*Inbürger*Inmeister*In“ mit drei Sternchen und drei großen Binnen-Is.
Solche und ähnliche Absurditäten sind zu erwarten, meine Damen und Herren! Die Mutanten werden zu „Mutantinnen“ oder zu „Muonkeln“ – wir wissen also gar nicht mehr, wo wir da anfangen und aufhören sollen.
Meine Damen und Herren, wir setzen mit unseren beiden Anträgen Akzente, nämlich die, in Bundestagsdrucksachen auf das Gender-Gaga ebenso zu verzichten wie in Verlautbarungen der Bundesregierung. Wir wollen nichts verbieten in der Öffentlichkeit. Wir wollen aber hier, wo wir Einfluss haben, Akzente setzen.
Keine kruden Wortschöpfungen mehr! Keine gesprochenen Kunstpausen mehr! Früher nannte man oder frau das stottern oder haspeln – das war ein Fall für den Logopäden –, heute soll es Vielfalt und Buntheit dokumentieren.
Wir wollen keine „ArztInnen“, keine Trennungssternchen, Unter- und Schrägstriche, Binnen-Is usw. usf. Wir wollen keinen Genderkrampf im Parlament und in den Ministerien.
Wir wollen eine verständliche Sprache, die grammatikalisch korrekt ist und breite Akzeptanz findet.
Wir wollen eine Sprache ganz unaufgeregt. Wir wollen eine Sprache für alle Bürger,
vor allem auch für die, die vielleicht erst seit Kurzem unsere Sprache lernen – denken Sie mal an die Zuwanderer oder an die, die Sprachprobleme haben –, eine verständliche Sprache.
Sie reden immer wieder von Inklusion. Sie machen aber Genderquatsch daraus. Wir leben das Ganze: Wir wollen eine verständliche Sprache für alle,
für Leute, die schlecht Deutsch können, für Leute, die Deutsch gerade lernen.
Und denken Sie mal an den Regenwald: Wie viel Regenwald kann man schützen, wenn man auf Wortverlängerungen durch Binnen‑Is, große Sternchen und Schräg- und Unterstriche verzichtet!
Also: Inklusion spricht dafür, die Rettung des Regenwaldes spricht dafür, alles spricht dafür!
Neben etwa zwei Dritteln der Deutschen – ich hatte das angesprochen – haben sich auch prominente AfD-Politiker
und prominente CDU-Politiker inzwischen dagegen positioniert, diesen Genderquatsch mitzumachen. Setzen Sie mit uns ein Zeichen!
Wir haben auch große Vorbilder, die mit uns gegen diese Gendermutanten gekämpft haben. Gerade vorgestern hat die Gemeindevertretung Bestensee im Brandenburgischen
mit der bürgerlichen Mehrheit aus AfD, CDU und den Freien Wählern einen entsprechenden AfD-Antrag angenommen. Machen Sie das Gleiche wie die Gemeinde Bestensee im Brandenburgischen!