Ich habe ja gerade erst angefangen, da gibt es schon Zwischenfragen. Ich würde sagen: Ich mache noch ein bisschen weiter, und dann versuchen Sie es noch mal.
Die Bundesregierung hat den Bürgerinnen und Bürgern versprochen, dass im Sommer jeder Impfwillige ein Impfangebot erhält. Dieses Versprechen haben wir eingehalten – früher als manch einer dachte. Die Impfkampagne ist eine Gemeinschaftsaufgabe, und dieser Erfolg ist ebenfalls ein gemeinsamer Erfolg.
Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die diesen Erfolg möglich gemacht haben: in den Impfzentren, in den Apotheken, in den Praxen. Danke all denjenigen, die kreative und niedrigschwellige Impfangebote machen am Arbeitsplatz, auf dem Sportplatz, auf dem Marktplatz, auf dem Kirchplatz. Das ist aufwendig.
– Ja, Sie mögen Witze machen. Ich bin sehr, sehr dankbar für jeden – und wenn es mit der Bratwurst funktioniert, umso schöner –, der sich darum bemüht, dass wir die Impfquote hochkriegen.
Wissen Sie, Sie haben gerade über „made in Germany“ gesprochen. Dieser Impfstoff, mRNA-Technologie, ist „made in Germany“. Wie wäre es denn, wenn Sie die Energie, die Sie ständig in Ihre blöden Sprüche stecken, mal ins Werben fürs Impfen stecken würden? Das wäre mal eine kluge Alternative.
„Impfen für Deutschland“ – wie wäre es denn mal damit? Impfen für Deutschland wäre mal eine kluge Alternative, die wir von Ihnen in dieser Pandemie bräuchten.
Ja, ob man sich impfen lässt oder nicht, das ist eine persönliche, eine freie Entscheidung.
– Doch. Jetzt passen Sie noch mal auf, das ist nämlich noch mal ein Unterschied: Ja, es ist eine sehr persönliche, eine freie Entscheidung, ob man sich impfen lässt oder nicht. Doch wie die meisten Entscheidungen im Leben – und das fängt schon in der Familie an – ist es keine Entscheidung, die nur für einen selbst etwas bedeutet oder einen Unterschied macht. Ja, ob man sich impfen lässt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung, aber die Entscheidung, die man trifft, hat auch Folgen für die Menschen um einen herum, also auch für andere.
Wissen Sie, da haben wir ein anderes Verständnis von Freiheit. Für Sie heißt Freiheit: Jeder macht, was er will, jeder denkt nur an sich. – Für uns heißt Freiheit: Verantwortung für sich selbst, aber immer auch für andere und für die Gemeinschaft. – Das ist der große Unterschied, den wir gerade auch in dieser Frage sehen.
Ja, wer sich impfen lässt, wer sich für die Impfung entscheidet, der schützt sich selbst, aber er schützt eben auch diejenigen, die sich nicht impfen lassen können: Kinder unter zwölf Jahren beispielsweise.
Daher möchte ich all den Bürgerinnen und Bürgern danken, die sich für eine Impfung entschieden haben. Alle anderen möchte ich bitten: Bitte machen Sie mit! Bitte lassen Sie sich impfen! Keine Impfung ist nur für sich allein. Wir kommen nur gemeinsam durch diese Pandemie. Wenn Sie noch zögern, wenn Sie noch überlegen, dann schauen Sie nicht auf das, was in sozialen Medien verbreitet wird, sondern suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin, informieren Sie sich und überlegen Sie, ob Sie sich impfen lassen möchten.