Herr Protschka, Sie kennen sich in der ostdeutschen Landwirtschaft sehr gut aus, nehme ich an, weil Sie aus Bayern kommen. Ihnen ist sicherlich bekannt, dass die Produktionsgenossenschaften in Ostdeutschland ein Zusammenschluss von Genossenschaftsmitgliedern sind, die gemeinsam ihre Flächen bewirtschaften, die gemeinsam im genossenschaftlichen Eigentum produzieren. Dass Sie dies mit konzernartigen Agrargroßbetrieben gleichsetzen, die einem Einzelnen oder Investmentgesellschaften gehören, ist nicht sachgerecht und beleidigt unsere Landwirtinnen und Landwirte, die in Gemeinschaftsarbeit ihre Felder bewirtschaften. Auch wenn es große Flächen sind, so sind es doch Genossenschaften, die zusammenstehen und zusammenarbeiten, und das ist auch gut so.