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4. Sitzung
Dienstag, 12. Dezember 201719. Wahlperiode, 4. SitzungGlyphosatausstieg jetzt einleiten
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Doch, in der Presse.

Das ist ja gut!

Es sind ja viele Inhalte der Sondierungsgespräche nach außen gegangen. Herr Lindner hat dazu ein Interview gegeben und gesagt, dass die Grünen ihre Forderung nach einem Glyphosat-Verbot aufgeben wollen zugunsten der Aufnahme einer größeren Anzahl an Flüchtlingen.

Heiterkeitund Beifall bei der AfD

Das hat mit echter Politik oder mit Verantwortungsbewusstsein nichts zu tun. Das ist hektischer Aktionismus.

Beifallbei der AfD

Es hat aber nichts mit vernünftiger Politik zu tun.

Aber das machen Sie, oder was?!

Wer Glyphosat schnell vom Acker schaffen will – da muss ich jetzt dem Kollegen von der SPD recht geben; auch wir wollen, dass Glyphosat aus Deutschland verschwindet; darüber brauchen wir überhaupt nicht zu streiten –, der darf dabei nicht die Existenzgrundlage der deutschen Landwirte vernichten.

Beifallbei der AfD

Wenn man Glyphosat von heute auf morgen abschafft, vernichtet man die Grundlage der deutschen Landwirtschaft.

Beifallbei der AfD

Dafür oder dagegen?

Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen: Im Moment ist dieses Mittel aus der konventionellen Landwirtschaft nicht wegzudenken. Ein Verbot kann nur schrittweise erfolgen.

Dafür oder dagegen?

Wenn man das Höfesterben nicht dramatisch verstärken will, muss man den Einsatz von Glyphosat langsam und vernünftig einschränken.

Was heißt „langsam“ für Sie, Herr Kollege?

Wer solche Anträge stellt wie die Grünen – was Populismus angeht, folgt die SPD kurz dahinter – –

Widerspruchbei Abgeordneten der SPD

– Ich finde es schade, dass meine Kollegin aus Niederbayern nicht geredet hat. Sie hat vielleicht vor den niederbayerischen Landwirten Angst, sich hier zu outen.

Oh wei! Oh wei!

Wir haben vor niemandem Angst, und ich schon gar nicht!

Wer Glyphosat abschaffen will, der muss Alternativen bieten.

Beifallbei Abgeordneten der AfD

Aber die Forschung zu Alternativen stockt ja schon seit Jahren, weil die Förderung dieser Forschung von der Bundesregierung und von allen hier anwesenden Altparteien sträflichst vernachlässigt worden ist.

Beifallbei der AfD

Wo haben die denn den aufgetrieben?

Gleichgültig ob die grüne Bundestagsfraktion groß oder klein war: In Wahrheit verhält es sich mit unseren Kollegen von der früheren Ökopartei wie mit einer Melone: Nach außen gibt man sich immer grün; aber im Inneren schlägt ein tiefrotes Herz. Denen war die Umwelt in der Regel schon immer scheißegal.

Beifallbei Abgeordneten der AfD
Zurufevon der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Aber damit kann man natürlich keine verantwortungsbewusste Agrarpolitik machen.

Heiterkeit