Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Bundesregierung hatte ursprünglich das Ziel, bis 2020 1 Million Elektroautos auf die Straße zu bringen; mein Kollege Herr Holm hat das heute Morgen schon gesagt. Aber es lohnt, trotzdem noch einmal darauf hinzuweisen: Dieses Ziel wird krachend verfehlt. Das ist auch kein Wunder; denn die E‑Mobilität für Pkws ist ökonomischer Unsinn.
Elektrische Fahrzeugantriebe gibt es schon seit hundert Jahren. Elektrische Antriebe sind überall dort unschlagbar, wo Strom leicht und kostengünstig zugeführt werden kann. Das ist bei Elektrofahrzeugen nicht der Fall. Deswegen wurden sie ja auch so weit verdrängt. Wir können Chemie oder Physik nicht überlisten. Sie setzen uns unsere Grenzen. Die Energiedichte von Batterien ist einfach zu gering. Zum Vergleich: Eine Tankfüllung von 50 Litern Dieselkraftstoff wiegt 50 Kilogramm, eine Bleibatterie mit vergleichbarer Energiemenge schon 13 Tonnen, und eine Lithium-Ionen-Batterie wiegt 2,5 Tonnen. Genau da sehen wir das Dilemma der E‑Mobilität. Das macht das Problem überdeutlich.
Es ist auch nicht Aufgabe des Staates, eine einzige Technologie zu fördern; denn E‑Mobilität ist nur eine Möglichkeit von vielen.
E‑Mobilität kann und soll machen, wer möchte, aber bitte nicht subventioniert mit Steuergeldern. Denn es handelt sich hier nicht um Grundlagenforschung und nicht um industrielle Forschung, sondern um Markteinführung. Da muss der Markt antworten, ob er das haben möchte oder nicht.
Wir sehen in dieser Diskussion über E‑Mobilität und im Vorantreiben der E‑Mobilität ganz klar eine Umverteilung von unten nach oben, eine Umverteilung von unten hin zu den Ökofantasten und Realitätsverweigerern. Das ist unsozial. Das machen wir nicht mit.
Nach einer völlig verfehlten Energiewende wird jetzt einer desaströsen Verkehrswende das Wort geredet. Ich hoffe, dass wir hier noch die Kurve kriegen und das unterlassen. Das wäre besser für das Portemonnaie auch der Geringverdiener.
Die Schadstoffproblematik des Verbrennungsmotors ist schon längst gelöst. Lesen Sie bitte zum Beispiel das Positionspapier der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik. Dafür zeichnen 25 Professoren verantwortlich. Sie sagen ganz klar: Der Verbrennungsmotor ist der Motor der Mobilität. Er wird durch elektrische Antriebe ergänzt, aber nicht ersetzt.
Aufgrund seiner geringeren Emissionen und vor allen Dingen Immissionen gibt es in naher Zukunft auch keine Argumente mehr gegen den Diesel- und Benzinmotor. Denn bereits der heutige Technologiestand stellt sicher, dass die Emissionswerte ausnahmslos eingehalten werden können.
Meine Damen und Herren von den Linksgrünen und den Regierungsparteien, ich rate doch dringend zu Nachhilfe in Sachen Wissenschaft und Technik. Das hilft gegen ideologische Wunschträume. Bitte hören Sie auf, an dieser Stelle wieder unsere Volkswirtschaft planwirtschaftlich zu schädigen. Dieseltechnologie ist Zukunft. Die Dieseltechnologie gehört zu Deutschland. Daran halten wir von der AfD fest.
Deshalb: Schluss mit der Diskriminierung des Diesels! Deshalb: Streichung aller markteinführenden Subventionen für die E‑Mobilität! Diese 600 Millionen Euro sind an anderer Stelle besser zu verwenden.
Vielen Dank.