Nein, ich möchte meinen Vortrag zu Ende führen. – Die über 100 Millionen Euro zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses in diesem Bildungshaushalt sollten besser in die geregelte Abwicklung von Bologna fließen. Wir sollten zu Humboldt zurückkehren, meine Damen und Herren.
Der zweite Angriff auf die Hochschulbildung erfolgte durch die zunehmende Einschleusung von Ideologie in die Wissenschaft. Wir haben in Deutschland mittlerweile 185 Genderprofessuren, davon 36 allein in Berlin.
Diese Gender Studies betreiben ja nicht einfach Geschlechterforschung, wogegen nichts einzuwenden wäre, sondern sie basieren auf einem Dogma, nämlich auf dem Dogma, dass das soziale Geschlecht mit dem natürlichen Geschlecht nichts zu tun habe.
Und daher sind sie ein Instrument in der Hand von Lobbygruppen, die mit Ingrimm alles zu zerstören versuchen, was mit der Akzeptanz und Kultivierung natürlicher Geschlechtlichkeit zu tun hat.
Zuletzt gab es eine solche Pseudowissenschaft, die auf Dogmatik und Denkverboten beruhte, in der DDR in Gestalt des sogenannten Marxismus-Leninismus. Wir sind wieder auf dem besten Weg dahin. Deswegen sollte die Förderung von Gender und ähnlich ideologisierten Studies auslaufen. Sie haben schon genug Schaden angerichtet, meine Damen und Herren.
Ich komme zum Schluss. Der Bildungshaushalt 2019 enthält auch Zuwendungen an Institute, vor allem naturwissenschaftlicher Art, die sehr gute Arbeit leisten. Frau Ministerin Karliczek hat auf einige hingewiesen. Aber insgesamt atmet dieser Plan doch zu viel von dem erwähnten Ungeist, sodass die AfD-Fraktion ihre Zustimmung nicht geben kann.
Vielen Dank.