Vielen Dank für die Möglichkeit zu einer Kurzintervention. – Sie haben gesagt, jeder in diesem Land könne sich völlig frei entscheiden, wie er sich ernähren möchte. Ich freue mich auch darüber, dass Sie Lieblingsgerichte haben, die Sie gerne essen – die haben wir alle –; da möchte Ihnen, glaube ich, niemand reinreden. Die Realität ist doch, dass es auch in unserem Land ganz viele Menschen gibt, die vor allem nicht die finanziellen Mittel haben, sich so ausgewogen und saisonal zu ernähren, wie wir alle hier das vielleicht für am gesündesten halten, sondern gerade armutsbedingt oft eine Ernährungsweise vorherrscht, die nicht so ausgewogen ist, weil Fertigprodukte eben oft viel günstiger sind als das, was ich mir selber koche.
Ich frage Sie vor allen Dingen danach, worin Sie denn den Genussverlust sehen, wenn wir zum Beispiel damit anfangen, den Zuckergehalt in der Fanta – das war das Beispiel der Kollegin Künast – zu reduzieren, und ob Sie nicht durchaus ein Problem darin erkennen, dass gerade Kinder in ärmeren Familien eine sehr schlechte Ernährungsweise haben, und ob das nicht ein konkreter Beitrag wäre, diese Ernährungsweise zu verbessern?