Zum Inhalt springen
103. Sitzung
Donnerstag, 11. Mai 202320. Wahlperiode, 103. SitzungWasserstoffhochlauf pragmatisch, schnell und technologieoffen voranbringen – Für eine starke Wirtschaft, für Klimaneutralität
5 VermerkeReaktionswert: lebhaft189 Wörter Im Protokoll lesen

Vielen Dank, Frau Präsidentin. Ich werde mich kurzfassen.

Zum Ersten. Ich bin kein Physiker; ich bin Chemiker. Ich bitte, das zur Kenntnis zu nehmen.

Auch nicht besser!

Zweitens. Wir wollen diesen Höhlenmenschenvergleich nicht wiederholen. Wenn für Sie alle brennbaren Gase gleich sind, ist das schön für Sie. Aber lassen Sie es sich gesagt sein: Es gibt da signifikante Unterschiede. Wasserstoff ist ein sehr kleines Molekül. Es hat die Tendenz zur Diffusion, das heißt auch zur Wanderung durch metallische Rohrleitungen hindurch. Im chemischen Anlagenbau sind Rohrleitungen, die für Erdgas geeignet sind, deswegen für Wasserstoff ungeeignet; Rohrleitungen im chemischen Anlagenbau müssen vollverschweißt und aus Edelstahl sein.

Zurufder Abg. Dr. Paula Piechotta [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Die Explosionsgrenzen von Erdgas bewegen sich zwischen 4 und 9 Volumenprozent, das heißt auf der sehr sauerstoffreichen Seite, während sich die von Wasserstoff zwischen 4 und 75 Prozent bewegen, das heißt sowohl auf der sauerstoffreichen als auch auf der wasserstoffreichen Seite.

Das weiß die SPD nicht!

Das heißt, solch ein Gemisch herzustellen, ist bei einem unbeabsichtigten Diffusionsaustritt von Wasserstoff in Wohnquartieren, wo Sie ihn haben wollen, oder industriellen Anlagen sehr viel wahrscheinlicher.

Abschließend, um es mit den Worten eines Mitglieds des TÜVs Süd bei einer Sicherheitsbetrachtung zu sagen: Wasserstoff hat den Spaßfaktor null.

Ähnliche Reden