Sehr geehrte Präsidentin! Mit diesem Gruß an Sie, liebe Frau Pau, meine lieben Kollegen, betrete ich hier sehr, sehr dünnes Eis; denn unser Queer-Beauftragter, Herr Lehmann – da hinten sitzt er ja –, hat behauptet, selbst Ärzte könnten nicht sagen, welches Geschlecht ein Mensch hat. Also weiß ich doch als medizinischer Laie wohl erst recht nicht: Sitzt hinter mir ein Mann oder eine Frau?
Ahnen Sie es? Ich komme zum sogenannten Selbstbestimmungsgesetz. Mit diesem menschenverachtenden Entwurf soll gegen unsere Biologie verstoßender Unsinn rechtens werden. Denn man geht jetzt zum Standesamt und lässt dort einfach sein Geschlecht ändern.
Es heißt, die bisher vorgeschriebene Begutachtung durch einen Arzt sei diskriminierend; denn Transsexualität sei keine Krankheit.
Da frage ich: Warum lassen sich dann transsexuelle Menschen auf Rechnung ihrer Kasse wegen ihres Geschlechts ärztlich behandeln?
Es ist medizinisch gesichert, dass transsexuelle Menschen in sehr hohem Umfang psychische Probleme aufweisen – also sind sie nicht gesund.
Das erweist auch deren Suizidrate, die je nach Studie um 500 Prozent bis über 2 000 Prozent erhöht ist – für die Fakten kann ich auch nichts –,
und zwar auch und gerade nach einer operativen Geschlechtsumwandlung. Es ist heute medizinischer Standard, liebe Kollegen, dass Probleme wie Wahn, Autismus, aber auch sonstige emotionale Probleme wie Despressionen und Essstörungen erst gutachterlicherseits ausgeschlossen werden müssen, bevor über die Gabe von Hormonen oder Operationen entschieden werden darf. Mit dieser ärztlichen Fürsorge soll künftig in unverantwortlicher Weise Schluss sein.
Aber die eigentliche Zielrichtung dieser zerstörerischen Transkultur ist die vorgesehene Regelung für Kinder und Jugendliche. Auch wenn diese dekadente Unkultur wie so vieles aus Amerika zu uns herüberschwappt: Man wird dort langsam im Sinne der Kinder wieder vernünftig. Die ehemalige Genderklinik an der University of Baltimore wurde geschlossen, nachdem man dort festgestellt hat, dass 70 bis 80 Prozent der Kinder, die Transgender-Empfindungen haben, diese im Laufe der Zeit wieder von selbst verlieren. Auch in deutschen Psychiatriezentren werden solche medizinischen Diagnosen bestätigt.
Aber was schert’s die Ampel? Von ständiger Transpropaganda berieselte Eltern dürfen allein entscheiden, ob das Geschlecht ihrer Kinder geändert werden soll.
Wollen auch Jugendliche dies tun, bedarf es hierfür der Zustimmung ihrer Eltern. Verweigern die Eltern diese, soll das Familiengericht entscheiden.
Also werden die Kinder ihren woken Eltern schutzlos ausgeliefert.
Die nicht woken Eltern von Jugendlichen werden den Familiengerichten schutzlos ausgeliefert – Freiheit für unsere Familien, wie die rot-grünen Sozialisten sie verstehen. Willkommen in der Transhölle!
Was soll das? Sind Sie nicht der Meinung, dass wir hier in diesem hohen Hause Schutzpflichten haben, und zwar insbesondere für die Schwächsten in der Gesellschaft, nämlich unsere Kinder?
Mit diesem Gesetz greift die Koalition in deren körperliche Unversehrtheit ein, voraussichtlich auch in deren Leben.
Frau Paus, Sie betonen ja zwar immer, es würde nur der Personenstand geregelt,
aber wir wissen doch, dass Hormongaben und Operationen auf dem Fuße folgen. Was sind Ihnen denn das Leben und die körperliche Unversehrtheit wert? Das Bundesverfassungsgericht hat doch gerade zum Klimaschutz – wohlgemerkt – eine allgemeine Schutzpflicht für das Leben und die körperliche Unversehrtheit und unsere legislative Pflicht festgestellt, uns schützend und fördernd vor diese Rechtsgüter zu stellen. Wie soll man diejenigen bezeichnen, die getrieben von ihrer woken Identitätsideologie die gesundheitliche Schädigung oder sogar Selbstmorde unserer Kinder hinnehmen? Als Irrende, als Verantwortungslose oder gar als Feinde und Zerstörer unseres Grundgesetzes,
das auf der Menschenwürde und der freien Entfaltung der Persönlichkeit beruht? Mir fehlen zu diesem Gesetz einfach die Worte.
Mit dieser abstrusen Verirrung werden unsere Kinder auf dem Altar der Transreligion geopfert, und ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Verelendung werden Tür und Tor geöffnet. Dieses widerliche Selbstbestimmungsgesetz muss vom Tisch.
Vielen Dank.