Frau Präsidentin! Herr Botschafter! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, das waren wohltuende 90 Minuten, weil in dieser Frage die Polarisierung in unserer Gesellschaft, jedenfalls bei den demokratischen Parteien, bezogen auf das Thema Israel aufgehoben ist. Der Oppositionsführer, der Bundeskanzler – –
Erbärmlich! Erbärmlich, was Sie sagen!
– Ja, bei Ihnen nicht. Aber hier im Haus, bei den Demokraten, gibt es gemeinsame Töne.
Nein, was Sie hier machen! Sie verleumden die Opposition! Ekelerregend, dieser Missbrauch!
Unverschämtheit!
Nicht zugehört!
Sie gehören nicht dazu, zu den demokratischen Fraktionen!
Das ist widerlich, dieser Missbrauch!
Heulen Sie doch!
Wenn Präsident Herzog sagt, dass das seit der Shoah die größte Ermordung von Jüdinnen und Juden war, dann ist das eine Zeitenwende im Nahen Osten und dann muss uns das auch dazu bringen, alles wie bei der anderen Zeitenwende auf den Prüfstand zu stellen und nicht die üblichen Sprüche diplomatischer Art zu machen.
Dummes Zeug! Was für dummes Zeug! Das sind die Spalter!
Ich möchte an das anknüpfen, was Rolf Mützenich gesagt hat: Ja, der Jom-Kippur-Krieg, fast auf den Tag genau – auch an einem Feiertag – vor 50 Jahren, wo Syrien und Ägypten Israel überfallen haben,
Alle reingelassen!
hat am Ende zu dem mutigen Schritt von Anwar Al-Sadat geführt, der in die Knesset gereist ist und Israel anerkannt hat.
Diesen Typen da nach vorne bringen! Unglaublich!
Zwei Nachbarstaaten tun das schon länger: Jordanien und Ägypten. Und deshalb, finde ich, dürfen wir nicht sagen – –
Das ist ja ein Witz, was er hier erzählt! Der ehemalige Integrationsminister, der Versager! Der tolle Integrationsminister!
Halten Sie doch mal den Mund!
– Können Sie wenigstens bei diesem Thema mal kurz dieses Geschwätz lassen?
Sie hetzen! Furchtbar! Furchtbar, wie Sie das missbraucht haben hier!
Sie haben versagt in Nordrhein-Westfalen, Herr Laschet! Sie haben versagt! Sie haben versagt als Integrationsminister, Herr Laschet! Sie haben die Verantwortung! Sie!
Warum müssen Sie denn den Zuschauern die ganze Zeit zeigen, dass Sie nicht mit uns einig sind?
Mit Ihnen nicht!
Wir haben es verstanden.
Ich möchte zurückkommen zu dem, was ich gerade gesagt habe.
Ja! Nee, das geht nicht!
Herr Laschet, Sie haben das Wort.
