Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass genau das bei Nachhaltigkeitsthemen auf internationaler Ebene das Credo der Ampelbundesregierung ist.
Es gibt das Nachhaltigkeitsziel 17. Das sieht vor, dass die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung gefördert wird. Ich kann von Partnerschaft aber leider ziemlich wenig spüren. Es ist nämlich keine Partnerschaft, wenn wir – Deutschland, die deutsche Bevölkerung – die Klimasünden der ganzen Welt auf unseren Schultern tragen sollen, meine Damen und Herren. Die Welt fällt immer mehr unter die Herrschaft absoluter Regime, denen Nachhaltigkeitsthemen wie das Weltklima völlig egal sind. Die gleiche Haltung haben auch Staaten, die jetzt ein der Bevölkerung gemachtes Aufstiegsversprechen einlösen wollen durch neue Industriezweige, die meistens auf fossilen Energieträgern beruhen. Nachhaltiges politisches Handeln würde an dieser Stelle bedeuten, gerade auch mit solchen schwierigen Staaten in einen vertieften Dialog zu treten. Bei einer Weltbevölkerung von 8 Milliarden Menschen müssen alle nach ihren Möglichkeiten einen Beitrag leisten, um eine gute Zukunft für Mensch, Natur und würdige Lebensverhältnisse zu schaffen.
Es wird immer erzählt, dass der Rest der Welt unserem guten Vorbild folgen würde. Aber was haben wir denn da bisher wirklich erreicht? Ich möchte das mal in den nächsten zehn Sekunden veranschaulichen.