Danke, Herr Föhr, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Wir verstehen jetzt hier die Strategie der CDU, sich in der Mitte zu positionieren, zwischen zwei unvernünftigen Positionen, wie Sie es darstellen, nämlich der der Grünen und der Ampel sowie der der AfD. Aber so einfach kommen Sie uns nicht davon.
Sie haben davon gesprochen, dass es sich hier um Ignoranz oder um ein strategisches Kalkül handelt, und das möchte ich Ihnen als CDU – Sie und auch Frau Dr. Gräßle haben ja ähnlich argumentiert – jetzt wirklich sagen: Sie bringen hier als Beispiel typischerweise, wie immer, die Forschung über die Rolle der Geschlechter in der Arbeitswelt oder in der Medizin und erwähnen, welche verschiedenen Ansätze es hier gibt. Das ist definitiv nicht die Genderideologie, und das müssen Sie doch bitte schön auch wissen.
Genderideologie bedeutet – und das haben wir in unserem Antrag dargestellt – das Leugnen genau dieser X/Y-Unterschiede, die Sie zu Recht zitiert haben.
Das ist Genderideologie, und daraus folgt dann eben auch so ein Gesetz wie dieses Selbstbestimmungsgesetz, mit dem es jungen Leuten erlaubt wird, gegen den deklarierten Willen der Eltern ihr biologisches Geschlecht zu ändern, weil ja doch das soziale Geschlecht alles dominiert. Das ist diese aggressive Genderideologie.
Sie werden mit dieser seltsamen Zwischenposition zu keinem Ergebnis kommen.
Sie werden sich damit der grünen und der linken Position unterordnen.
Verstehen Sie das nicht, oder geht es Ihnen hier um die Irreführung der Öffentlichkeit?