Frau Kollegin, ich weise erstens den Tonfall zurück. Unterlassene Hilfeleistung, das klingt ja geradezu nach strafbarem Verhalten. Das ist hier mitnichten der Fall.
Zweitens. Eine Regelung von Indexmieten war nie Gegenstand des Koalitionsvertrages. Meine Haltung war immer klar: Inflation ist die größte soziale Herausforderung. Wichtig ist es, die Inflation zu drücken. Dann erledigt sich das Thema mit den Indexmieten von allein. – Es ist doch dieser Regierung erfolgreich gelungen, die Inflation von fast 10 Prozent fast auf den Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent zu drücken. Wir sind jetzt bei 2,2 Prozent. Das ist doch viel wichtiger, als an den Symptomen herumzudoktern.
Letztlich kann ich immer wieder sagen: Wenn wir glauben, den Mangel an Wohnraum nur mit Regulierung verwalten zu können, dann sorgen wir dafür, dass die Qualität des Wohnraums immer weiter sinkt. Da werden sich dann die Menschen, die in diesem Wohnraum wohnen müssen, bedanken. Die einzige dauerhafte Lösung, um eine Knappheit an Wohnraum zu beseitigen, ist, die Knappheit zu beseitigen, indem wir mehr Wohnraum schaffen. Deshalb kämpfe ich ja mit der Bauministerin darum und deshalb kämpfe ich mit vielen anderen Mitgliedern der Bundesregierung darum, dass wir die Voraussetzungen verbessern, um schneller günstigeren Wohnraum in Deutschland zu schaffen.