Ich finde, das ist eine außerordentlich interessante Debatte. Das zeigt, wohin es führt.
Ich habe ausdrücklich gesagt: Jeder kann privat machen, was er möchte. Und es gibt bestimmte Voraussetzungen, unter denen man juristisch sein Geschlecht wechseln kann. Markus Ganserer ist als solcher im Bayerischen Landtag geführt worden und hat sich ausdrücklich dagegen entschieden, die juristischen Wege zu gehen, die es benötigt, um sein Geschlecht zu wechseln.
Er ist also juristisch weiterhin ein Mann, und er ist biologisch ein Mann.
Wir wissen, dass das Selbstbestimmungsgesetz kommt, nach dem jeder in diesem Land sein Geschlecht per Sprechakt ändern können soll. Das halten wir für absurd. Und es ist eben auch absurd, wenn ein Mann nach Abgabe einer entsprechenden Erklärung eine Frauenquote in Anspruch nehmen kann. Genau dagegen klagen Feministinnen und Grüne. Es ist eben gegen die Frauenrechte, wenn ein Mann, der sich selbst zur Frau erklärt, diese Quote in Anspruch nehmen kann.
Es ist nicht die AfD, es sind Grüne und Feministen, die dagegen klagen, weil sie genau das nicht wollen.
Das Geschlecht ist eine biologische Tatsache. Sie möchten das jetzt aufladen, weil Sie es juristisch trennen wollen. Aber diesen Weg ist Markus Ganserer bisher nicht gegangen.
Deswegen sage ich noch einmal: Was jemand in seiner Privatheit macht, steht ihm völlig frei; darüber ist nicht zu urteilen. Es ist seine Entscheidung, wie er sein Leben führen möchte. Aber die Gesellschaft kann nicht gezwungen werden, jemanden, der juristisch ein Mann ist und der biologisch ein Mann ist, einfach als Frau annehmen zu müssen
und die Frauenquoten für ihn zu öffnen.
gebe aber jetzt der Kollegin Gyde Jensen für die FDP-Fraktion das Wort.