Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der Gesetzentwurf der Grünen ist Ausdruck fortgeschrittener spätrömischer Dekadenz.
Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gibt es eine relevante politische Gruppe, die der Meinung ist, jeder kann sich sein Geschlecht aussuchen und dass es staatliche Beratungsstellen braucht, um den Menschen bei der Entscheidung zu helfen, welches Geschlecht sie gerne hätten.
Im Gesetzentwurf der Grünen heißt es – ich darf zitieren –:
Jede Person kann gegenüber dem Standesamt erklären, dass die Angaben zu ihrem Geschlecht in einem deutschen Personenstandseintrag durch eine andere … Bezeichnung ersetzt oder gestrichen werden soll.
Anton Hofreiter geht als Anton Hofreiter in das Standesamt hinein und kommt als Antonia Hofreiter heraus.
Das neue Wunschgeschlecht soll auch für die Vergangenheit gelten. Die Kinder, die sich noch ganz genau an ihren Vater erinnern konnten, sollen plötzlich immer nur zwei Mütter gehabt haben. Das ist Orwell 2.0.
Der Gesetzentwurf gilt ausdrücklich auch für Asylbewerber,
die dann zu Asylbewerberinnen werden, sodass die jungen Syrer, Eritreer, Somalier dann ganz diskriminierungsfrei auch beim Frauenschwimmen teilnehmen dürfen. Was für ein Wunder der Integration!
Die grüne Geschlechtervielfalt in der Praxis sieht so aus: Männer, die Kinder gebären, Goldmedaillen im Frauensport gewinnen, in die Frauensauna gehen und sich natürlich auf die Frauenquote berufen können. Und auch das das erste Mal in der Menschheitsgeschichte: Frauen, die zur Prostatavorsorge müssen.
Und die Krönung: für jeden verurteilten brutalen Vergewaltiger Absitzen der Gefängnisstrafe im Frauengefängnis. So geschehen im Vereinigten Königreich. Der 52-jährige Sexualverbrecher Stephen Wood vergewaltigte Frauen und Kinder. Er konnte gefasst und verurteilt werden. Stephen Wood nannte sich dann um in „Karen White“ und erklärte sich zur Frau und den Wunsch, in das Frauengefängnis verlegt zu werden, was passierte, wo er weitere Frauen sexuell missbrauchte.
Das sind die Folgen des politischen Kampfes der Genderideologen gegen die Biologie, gegen die Realität und gegen den ganz normalen gesunden Menschenverstand – der schiere pure Irrsinn.
In ihrem Antrag berufen sich die Grünen auf den aktuellen Stand der Wissenschaft; damit meinen sie den ideologischen Quark, der an den 250 Genderlehrstühlen auf Staatskosten verzapft wird. Wer will, dass man sich sein Geschlecht frei aussuchen kann, der kann sich auch gleich mit der 1956 gegründeten Flat Earth Society zusammentun, die behauptet: Die Erde ist eine Scheibe.
Diese Debatte heute ist denkwürdig. Die Staatsverschuldung ist explodiert. 7 Millionen Arbeitnehmer sind auf Kurzarbeit, Hunderttausende von Menschen bangen um ihre Existenz, und die Grünen fordern von der Flensburger Förde bis in den letzten Winkel der Chiemgauer Alpen flächendeckende steuerfinanzierte Genderidentitätsberatungsstellen. Das sind Luxusprobleme linksliberaler Wohlstandsneurotiker,
die in ihren hochsubventionierten Energiesparhäusern jeden Bezug zur Realität verloren haben.
Von uns aus kann Anton Hofreiter Königin in Gender-Gaga-Land werden, oder auch Antonia Hofreiter. Aber Deutschland hat echte Probleme. Um die werden wir uns kümmern.
Vielen Dank.