Ich glaube, der Kollege wollte sich einfach auf die Antwort konzentrieren, und das ist dann auch in Ordnung.
Meine lieben Kollegen und Kollegen, noch mal: Es ist doch okay. Aber bitte tun Sie nicht so, als ob das Geld von irgendwoher kommt! Ihr müsst dann auch sagen, woher.
Frau Ministerin, das gilt auch für Sie. Ich sage es ganz deutlich: Wir haben eine Vorlage für den Haushalt 2025, der fast genau die gleiche Größe wie im Vorjahr hat. Wenn man sich fragt: „Aber warum ist es da weniger?“, dann muss man doch nur mal gucken: Wo ist denn mehr ausgegeben worden?
Und dann muss man natürlich feststellen, dass im Bereich „Arbeit und Soziales“ mehr als das Vierfache von dem, was wir beim Auswärtigen Amt weniger ausgeben können, mehr ausgegeben wird. Wenn ihr als Christlich Demokratische Union sagt, ihr wollt das an der Stelle nicht, ihr wollt weniger Soziales, dann stellt die Anträge.
Aber nicht: Mimimi, ich hätte gerne mehr, ich weiß nur nicht, woher ich es nehmen kann. – So kann man keinen Haushalt führen, so kann man es auch nicht im Privatleben machen, sondern man muss sich entscheiden, wo man Geld herholt und wo man Geld hingibt.
Meine Damen und Herren, wir leben in einer – das sage ich ausdrücklich – sich schnell verändernden Zeit.
Eines will ich für die Haushaltsberatungen für meine Fraktion noch sagen: Wir haben es geschafft, an bestimmten Stellen alte Zöpfe abzuschneiden – sehr zur Kritik mancher, auch seitens der CDU/CSU, etwa beim Thema Goethe-Institute. Ich glaube, dass wir jetzt stärker sein werden an der Stelle. Wir haben nicht einfach gekürzt. Wir haben umgebaut, wir haben Strukturen verändert, wir sind wirkungsorientierter.
Das werden wir in der Außenpolitik insgesamt machen müssen. Ich sehe bei der Auswärtigen Kulturpolitik das Thema Auslandsschulen. Ich sehe, dass wir beim DAAD noch was machen können.
Aber wir müssen den Haushalt des Auswärtigen Amts insgesamt noch einmal danach durchforsten: Gibt es da eigentlich noch Dinge aus einer Zeit, in der wir Außenpolitik betrieben haben, die mit den Notwendigkeiten der Außenpolitik heute nichts mehr zu tun haben? Nicht immer nur Neues, sondern auch mal sagen: Ich kann auf etwas verzichten. – Das gilt für die Außenpolitik insgesamt, das gilt aber noch mehr für die von mir ersehnten Anträge der CDU/CSU, die hoffentlich noch kommen werden. Ich bin gespannt und freue mich.
Herzlichen Dank.