Herr Brandner, ich habe keine Zugverbindung nach Scharm al-Scheich gefunden.
Ich reise aber in meinem Alltag sehr häufig mit dem Zug, und ich tue das auch gerne – ich glaube mindestens wöchentlich, auch mit Maske unter den Bedingungen, die wir aufgrund von Corona immer noch haben.
Wenn Ihre Frage darauf abzielt, ob solche Konferenzen Sinn ergeben trotz des CO2-Ausstoßes, der damit verbunden ist – unbestritten damit verbunden ist –: Ja, diese Konferenzen ergeben dennoch Sinn, auch wenn sie in der Kurzfristperspektive einen negativen Klimabeitrag haben, weil es im Moment unser einziges Instrument ist, um globale Klimaschutzvereinbarungen zu erreichen.
Gerade Ihre Fraktion versucht ja, Klimaschutz damit zu diskreditieren, dass es nichts bringen würde, wenn wir ihn nur in Deutschland betreiben würden. Das ist insoweit richtig. Ich glaube, Sie meinen das anders als ich. Aber wir brauchen die internationale Verständigung auf Klimaschutz, wenn die Menschheit überleben will. Deshalb müssen wir miteinander reden, muss man sich miteinander treffen.
Ich lade Sie herzlich ein, auch einmal eine solche Konferenz zu besuchen und sich mit Vertretern der Staaten auszutauschen, die jetzt vom steigenden Meeresspiegel betroffen sind, wo bereits jetzt Ernten vernichtet wurden – etwa Pakistan, das von einer verheerenden Flut heimgesucht wurde –, direkt mit den Menschen dort vor Ort zu sprechen, die sich für Klimaschutz engagieren. Ich glaube, es ist auf jeden Fall eine Erfahrung.
Herr Träger.