Herr Präsident! Werte Kollegen! Liebe Zuschauer an den Kameras! Herr Donth, leider muss ich Sie berichtigen: Es sind mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge, die bereits in Deutschland für Caravaning zugelassen sind. Meine Hoffnung ist auch, dass die Tendenz weiter steigt. Das Anliegen dieses Antrags ist daher für alle vernünftigen Demokraten in diesem Raum grundrichtig.
Caravaning bietet Reisenden individuelle Freiheit abseits der überfüllten Massenurlaubsziele, und das – zuhören! – ganzjährig. Besonders die Familie verbringt so ihren Urlaub innerhalb und außerhalb ihrer Heimat. Gerade während des Coronairrsinns konnte so selbstbestimmt unabhängig überhaupt noch Urlaub gemacht werden. Damit haben Sie überhaupt Ihre Probleme: selbstbestimmt und unabhängig.
Mit Freiheit und Selbstbestimmung hat die Ampel immer ihre grundlegenden Probleme.
Jetzt komme ich für die FDP zum Wirtschaftsfaktor. Mindestens 50 Prozent aller Fahrzeuge, die in Europa zugelassen werden, werden in Deutschland entwickelt und gebaut. Caravans sichern inklusive Fahrzeugbau und Handel 250 000 Arbeitsplätze und mindestens 15 Milliarden Euro Umsatz in diesem Land. Wir reden hier von einem wirtschaftlichen Erfolgsmodell des Mittelstandes, des deutschen Mittelstandes, und genau das wollen Sie immer wieder kaputtmachen.
Hinzu kommt gerade in den ländlichen Regionen der Vorteil von Caravaning-Tourismus. Die profitieren am meisten. Beispiele aus meinem Wahlkreis: der Sachsenring und die Montanregion Erzgebirge. Auch in diesem Jahr kommen im Juni wieder 230 000 Menschen zu uns, und die meisten von ihnen campen vor Ort. Das ist nicht nur in unseren Kommunen der Höhepunkt; das ist für ganz Deutschland das jährlich stattfindende größte Sportevent. Dazu lade ich Sie gerne ein. Da können Sie sich das alles mal vor Ort angucken.
Für die dringend gebrauchten Stellplätze, die Schaffung der ÖPNV-Infrastruktur, Radwege usw. muss die Bürokratie schnellstmöglich abgebaut werden. Schluss mit diesen ständig wieder in die Beine schlagenden Auflagen! Die Ampel stellt sich nur aus ideologischen Gründen dagegen. Aber was ist denn nachhaltiger als Caravaning, wenn man es das ganze Jahr betreiben will? Das können Sie mit einem Zelt mit der Familie nur ganz schwer betreiben.
– Ich bin jahrelang zum Zelten gefahren. Das können Sie nicht im Winter.
Ja, es ist richtig: Die Führerscheinrichtlinie ist EU-Sache. Aber was wichtig ist: dass wir uns hier auf die 4,2 Tonnen Mindestgewicht einigen. Das Interesse der Bürger liegt in der Verkehrssicherheit.
Ich fasse kurz zusammen.
Herr Kollege.
Das deutsche Erfolgsmodell verdient alle Unterstützung der Bundespolitik. Der vorliegende Antrag –
Kommen Sie zum Schluss.
– geht in die richtige Richtung. Wir, die AfD-Fraktion, und alle freiheitsliebenden Demokraten unterstützen den Antrag und stimmen ihm zu.
Herr Kollege, kommen Sie bitte zum Schluss.
Glück auf und gute Fahrt für freie Bürger!
Vielen Dank. – Nächster Redner in dieser Debatte ist der Kollege Nico Tippelt, FDP-Fraktion.