Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die sogenannte Energiewende ist gescheitert,
auch wenn das außer uns noch keiner zugeben will.
Bis zu 5 500 Milliarden Euro soll diese noch kosten. Aurora Energy Research hat im Auftrag der EnBW im April eine Summe von 3 440 Milliarden Euro ermittelt. Linear gerechnet sind das über 20 Jahre 172 Milliarden Euro pro Jahr. Die dafür nötigen Darlehen werden die deutschen Energieversorger nicht bekommen; denn wegen unserer hohen Strompreise, die zu den höchsten weltweit gehören, können sie die nötige Rendite nicht mehr generieren.
Die Frage „Wo kriegen wir neues Geld her?“ wurde in vielen Diskussionen auf dem BDEW-Kongress im Juni gestellt, aber nicht beantwortet.
Wir brauchen also dringend ein Ausstiegsszenario aus der Energiewende, und zwar ein Ausstiegsszenario, das verhindert, dass Energieversorger und Stadtwerke pleitegehen.
Mit unseren großen Vor-Konvoi- und Konvoi-Kernkraftwerken haben wir in den Zehnerjahren beständig und zuverlässig Strom geliefert, als die Erzeugerpreise bei 3 Cent pro Kilowattstunde und darunter lagen.
Zumindest mit den zuletzt abgeschalteten KKW Emsland, Neckarwestheim GKN 2 – ich war erst vor Kurzem in GKN 2 – und Isar 2 können wir das wieder tun, wenn Sie unserem Antrag zustimmen.
Zusammen wären das 4,3 Gigawatt günstiger Strom, der helfen könnte, Energieversorger und Stadtwerke zu retten. Noch dazu ist er das, was Sie wollen: nahezu CO2-frei.
Deutschland erzeugt derzeit durchschnittlich 344 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Strom – ohne Kernenergie –, Frankreich – mit 70 Prozent Kernenergie – nur 44.
Daher appelliere ich insbesondere an Sie, liebe Kollegen der CDU/CSU und der SPD, unserem Antrag zuzustimmen und den Abriss unserer Kernkraftwerke zu beenden, zu dem die Ampel die KKW-Mitarbeiter gezwungen hat.
Unser Antrag entspricht dem, was die CDU und CSU ihren Wählern versprochen und – leider erfolglos – in die Koalitionsverhandlungen eingebracht haben. Auch Sie wollten – ich zitiere – „eine Wiederaufnahme des Betriebs der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke unter vertretbarem technischem und finanziellem Aufwand“.
Aktuell sind weltweit 439 Kernreaktoren in Betrieb, 69 im Bau, 114 geplant und 298 beantragt. Dazu zitiere ich Ihren großen Vorgänger, Herr Miersch, –
Das muss dann aber auch Ihr letzter Satz sein; denn Sie sind schon am Ende Ihrer Redezeit.
– Helmut Schmidt:
„Ich finde es erstaunlich, dass unter allen großen Industriestaaten der Welt – von den USA“
„bis China, Japan und Russland – die Deutschen die Einzigen sind,“ –
Herr Kollege, kommen Sie bitte zum Ende.
– „die glauben, sie könnten ohne Kernkraft auskommen.“
Vielen Dank.