Herr Frohnmaier, zunächst muss ich sagen, dass Sie es noch nicht mal mit dem Hören haben. Aber ich fange mal ganz einfach an. Ich habe nicht behauptet, die AfD habe einen Horst-Wessel-Saal, sondern ich habe gesagt: Man kann ja schon froh darüber sein, dass Sie nicht einen Horst-Wessel-Saal haben, in dem Sie tagen.
Das habe ich festgestellt, und das ist ja wohl zutreffend.
Ich will Ihnen aber auch sagen, warum wir froh darüber sein können. Gerade heute sind die Urteile gegen Herrn Höcke rechtskräftig geworden,
in denen es um seine Geschichtsklitterung geht, bei der er sich mehr an dieser Vergangenheit orientiert, von der Sie gerade gesprochen haben. Und das, was Sie in Potsdam veranstaltet haben, wo Sie für Massendeportationen eingetreten sind, entstammt dem Erbe, über das wir hier reden.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Nichts von dem, was Sie hier vertreten – nichts! –, ist mit Artikel 1 unseres Grundgesetzes vereinbar: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das heißt, die Würde aller Menschen ist unantastbar.
Und ich will Ihnen ehrlich sagen: Ein Sozialdemokrat braucht aus Ihrer Ecke null Belehrung, was Geschichte angeht – wirklich null!
Sie werden es, auch wenn Sie sich noch so große Mühe geben, nicht schaffen, zu verdecken, was hier im Hause klar ist: Wir haben noch so viele Unterschiede zwischen den demokratischen Fraktionen, aber wir sind uns einig, dass wir mit solchen Vereinen wie Ihrem nichts zu tun haben wollen. Sie stehen nicht auf dem Boden unserer Verfassung.