Danke, Herr Präsident. – Herr Koçak, ich finde das sehr interessant. Herr Lindh hat ja eben auch gesagt, dass es hier niemanden gibt, der Linksextremismus auch nur verharmlosen würde. Danke für die Show.
Sie haben wenige Meter von hier entfernt ein Tiktok-Video gedreht. Ich möchte gerne mal zitieren, was Sie da so vom Stapel gelassen haben und welches Lied Sie da sehr entschieden und mit kämpferischem Schmackes nachgesungen haben. Es hieß da:
„Aus ’ner Gorbatschow wird ’ne Molotow, aus’m Bullenauto ein Haufen Schrott. Bullenschweine raus aus unserer Gegend. Hier herrscht Anarchie, spuck’ auf eure Regeln.
Schirme hoch gegen Tränengase. Riechst du den Dampf der Pyrotechnik? Nieder mit euren Führungsketten. Dahabflex kommt wie Mao und Stalin.
Chill’ im schwarzen Block, nicht in Sansibar. Jedes Bullenschwein ist ’ne Missgeburt. Hau ’nem Rechten aufs Maul, auf die linke Tour.
Molotows als Antwort auf Tränengase. Fick die USA, fick die Emirate. Bullenwagen versperr’n wieder jede Straße. Steine fliegen, Helme krachen, Barrikaden, Straßenschlachten. Wir tanzen im Nebel der Repression. One Solution:“
– jetzt genau zuhören –
„revolution.“
Finden Sie es angemessen, als deutscher Volksvertreter – hier über dem Eingang des Hauses steht „Dem deutschen Volke“; ich bin ja schon froh, dass Sie es heute mal geschafft haben, Ihre Rede auf Deutsch zu halten –
so aufzutreten, solche widerliche Polizeigewalt zu befürworten und sich dann hierhinzustellen und so zu tun, als wären wir das Problem,
und schon zu den nächsten Aktionen aufzurufen? Da frage ich Sie: Ist das angemessen, oder sollten Sie nicht Ihr Mandat zurückgeben?
Vielen Dank.
Der Abgeordnete Koçak ist angesprochen worden, und damit hat Ferat Koçak auch das Recht, zu antworten.