Also, diese letzte Rede erinnerte ja stark an McCarthy-Zeiten, von der Hetze her.
Ich möchte Sie hier in aller Deutlichkeit fragen: Sie als Grüne – –
Herr Abgeordneter, ich habe Sie gerade akustisch nicht verstanden. Ich will aber darauf hinweisen, dass wir bei historischen Vergleichen zu Diktaturen, auch der deutschen Geschichte – –
McCarthy war in den USA.
Ich habe Sie akustisch nicht verstanden. Deshalb bitte ich Sie, einfach noch mal zu präzisieren, was Sie gesagt haben.
Es ging um Herrn McCarthy in den USA.
Also, erst mal habe ich mich bei der Rede und von der ganzen Diktion her an solche Zeiten erinnert gefühlt.
Das Zweite ist: Als Russland noch eine kommunistische Diktatur war, war es Ihre Partei, die Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat und sich für Russland eingesetzt hat.
Seitdem das vorbei ist, seitdem Ihre kommunistischen Freunde dort vom Volk abgewählt und in die Wüste geschickt worden sind, seitdem haben Sie sich geändert!
Und jetzt stelle ich Ihnen folgende Frage: Sie tun hier so – –
– Frau Haßelmann, würden Sie mal aufhören, ständig dazwischenzuquatschen! Das ist furchtbar.
Ich möchte – –
– Darf ich noch aussprechen? Ich habe immerhin das Wort.
Ich glaube, dass es sinnvoll ist, wenn wir einander auch verstehen. Setzen Sie jetzt bitte gerne fort.
Danke. – Ich möchte gerne von Ihnen wissen: Wie können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, heute gegen unsere friedlichen Bemühungen um Gespräche mit Russland zu hetzen, während Sie selber – –
Wo ist denn Ihr Wandel hergekommen, dass Sie von einer russlandfreundlichen Pazifistenpartei
zu einer kriegstreiberischen Russlandhasserpartei geworden sind?
Frau Mihalic, möchten Sie erwidern? – Bitte.