Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Sportkernhaushalt beim Bundeskanzleramt legt 2026 noch einmal deutlich zu: auf dann 366 Millionen Euro. Das ist nicht nur ein neuer Rekord, sondern auch ein ganz starkes Signal. Wir zeigen: Der Sport in Deutschland hat einen hohen Stellenwert, und wir stellen auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung.
Besonders hervorheben möchte ich den Aufwuchs der Mittel für die Sportstätten des Spitzensportes, die auf 150 Millionen Euro anwachsen. Es ist ganz klar: Unsere Spitzenathletinnen und Spitzenathleten brauchen moderne und leistungsfähige Anlagen, wenn sie international vorn dabei sein wollen.
Und es bleibt nicht dabei: In der Bereinigungssitzung konnten noch einmal Mittel nachgelegt werden. Dafür danke ich den Haushälterinnen und Haushältern ganz ausdrücklich.
Ein besonderer Erfolg ist, dass die Fördermittel für Athleten Deutschland e. V. um 150 000 Euro auf 920 000 Euro steigen. Das ist ein wichtiges Signal für all jene, die sich Tag für Tag für die Rechte und Bedürfnisse unserer Athletinnen und Athleten einsetzen.
Frau Kollegin, erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der AfD-Fraktion?
Ja, bitte.
Bitte schön.
Sehr geehrte Frau Lugk, vielen Dank für Ihre Ausführungen und dass Sie sich mit dem Sport beschäftigen. – 2023 hat die SPD auf X behauptet: „Trans* Frauen sind Frauen. Punkt.“ Ein Jahr später haben wir das traurige Erlebnis gehabt, im Fernsehen miterleben zu können, wie Imane Khelif, ein Mann, eine Frau verprügelt hat.
Jetzt ist es so: Sie wollen Olympia gerne hierhin holen. Und da ist die Frage, ob Transfrauen und Transmänner dann letzten Endes doch einen biologischen Unterschied haben. Also, ich persönlich kann behaupten: Ich würde jede Frau, die hier im Raum ist, spielend im Armdrücken schlagen. Also, es gibt durchaus einen Unterschied. Hat die SPD jetzt ihre Position ein bisschen geändert? Hat die SPD ihre Position überdacht, oder stehen Sie immer noch zu dieser Aussage? – Vielen Dank.
Bitte, Ihre Antwort.
Da sich mir komplett nicht erschließt, wie Ihre Aussagen und Ihre Fragen eigentlich mit dem Haushalt und dem Punkt, dass wir für Athleten Deutschland e.V. einen Mittelaufwuchs generieren konnten, zusammenhängen, glaube ich, erübrigt sich die Antwort auf die Frage inhaltlich. – Vielen Dank.
Setzen Sie gerne fort.
Wir setzen mit diesem Haushalt weitere Impulse. Wir nehmen beispielsweise 250 Millionen Euro in die Hand, um Schwimmbäder zu sanieren, und das zusätzlich zur Sportmilliarde; denn für uns ist ganz klar: Die Fähigkeit, schwimmen zu können, darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.
Unter der Überschrift „Deutschland lernt Schwimmen“ soll dazu beigetragen werden, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Schwimmfähigkeit haben; denn es ist ganz klar: Schwimmen können rettet Leben.
Eine weitere Sache möchte ich noch erwähnen: Wir debattieren hier den Kernhaushalt des Sports im Einzelplan 04. Das ist die Sportförderung, die auf den ersten Blick sichtbar ist. Dennoch tragen viele Ressorts dazu bei, dass Sport in Deutschland stark bleibt. Da nenne ich zum Beispiel die Bundeswehr mit ihren Sportförderstellen, die Bundespolizei, den Zoll oder auch die Förderung für die Sportjugend bzw. das Bauministerium, das sich um die Sportstättensanierung kümmert. Rechnet man das alles zusammen, investiert der Bund im nächsten Jahr mehr als 1 Milliarde Euro. Das betone ich so besonders, weil es doppelt so viel ist, wie hier gefordert wurde.
Das zeigt, dass die Sportförderung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Diese Gemeinschaftsleistung wird insbesondere auch dadurch deutlich, dass der Sport durch das Ehrenamt lebt. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre unsere Gesellschaft unfassbar viel ärmer und definitiv auch kälter. Ich danke daher im Namen meiner Fraktion allen ehrenamtlich Engagierten – das sind 27 Millionen in diesem Land – für ihren Einsatz für unsere Gesellschaft, für Kultur, Sport, Soziales, also für uns alle. Lassen Sie uns weiter gemeinsam an dem Zusammenhalt arbeiten.
Vielen Dank.