Herr Präsident! Frau Bessin, jetzt bin ich, offen gestanden, auch etwas verwirrt.
Als Herr Reichert eben nach meiner Rede eine Kurzintervention gemacht hat und ich darauf geantwortet habe, habe ich zusammengefasst, dass es Ihnen und Ihrer Fraktion gar nicht um den Schutz von migrantischen Frauen geht. In der Antwort auf die Kollegin Gebel eben haben Sie auch sehr deutlich gemacht, was Ihr wahres Interesse ist,
nämlich nicht der Schutz von Frauen und auch nicht, auch nur einen Euro oder Cent in Frauenhäuser zu investieren, sondern, die Opfer schwerer Gewalt von Männern an Frauen zu remigrieren, mit anderen Worten: in ihre Heimatländer zurückzuschicken.
Das habe ich eben in meiner Antwort an Herrn Reichert auch genau so zusammengefasst; denn es ist ja offenkundig, dass Sie das Konzept der Remigration verfolgen, so nach dem Motto „Die Opfer von Gewalt, die Frauen, die es betrifft, auch die werden remigrieren“, und damit ist das Problem aus Ihrer Sicht gelöst. Herr Reichhardt hat mir in massiven Zwischenrufen unterstellt – die können wir wahrscheinlich alle im Protokoll nachlesen –, dass das nur eine Behauptung ist, die völlig unzulässig sei.
Sie haben jetzt gerade in der Antwort auf die Kollegin Gebel bestätigt,
dass es Ihnen nicht um die Finanzierung und um den Schutz von Frauen geht, um Frauenhäuser,
sondern darum, nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer wieder zurückzuschicken, zu remigrieren. Ja, was stimmt denn jetzt? Welches Konzept verfolgen Sie für den Schutz von Frauen in Deutschland?