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68. Sitzung
Donnerstag, 26. März 202621. Wahlperiode, 68. Sitzunga) Beratung der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Beatrix von Storch, Markus Frohnmaier, René Springer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD — Förderung sowie Unterstützung von LGBTIQ- und Gender-Projekten sowie Abtreibung im Ausland — b) Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Beatrix von Storch, Alexander Arpaschi, Dr. Christina Baum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD — Zusammen mit den USA für nationale Selbstbestimmung, Souveränität und den Schutz der abendländischen Zivilisation eintreten – Woke Positionen international zurückdrängen — c) Beratung des Antrags der Abgeordneten Beatrix von Storch, Dr. Alexander Wolf, Kay Gottschalk, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD — Finanzierung des UN-Bevölkerungsfonds beenden – Für den Lebensschutz eintreten
18 VermerkeReaktionswert: sehr hoch392 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Zuhörende! Ich finde, ganz ehrlich, vieles, was Sie hier fordern, ist ein einziger Altherrenwitz. Obwohl Sie, Frau von Storch, eine Frau sind, ist das kein Wunder bei einer Fraktion, in der es nur 11 Prozent Frauen gibt. Das ist doch das eigentlich Skandalöse: dass wir uns hier Vorschläge zur internationalen Frauen- und Geschlechterpolitik von einer Fraktion anhören, wo gerade mal 11 Prozent Frauen Mitglied sind, weniger als in irgendeiner anderen Fraktion im Bundestag.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD
Zurufdes Abg. Gerold Otten [AfD]

Sie reden hier von internationalen Gendernetzwerken, hinter denen angeblich irgendwelche Milliardäre stehen.

So ist es! Das können Sie alles nachvollziehen!

Aber lassen Sie uns doch mal über die Milliardäre in den Epstein-Files reden

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der Linken

Das können wir gerne machen!

und über internationale Machtmissbrauchs-Netzwerke von Männern, die ihre Macht missbrauchen! Aber dafür haben Sie mal wieder keine Worte übrig, und das ist doch eigentlich beschämend.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Kathrin Gebel [Die Linke]

Das ist ein anderes Thema!

Wir reden in Deutschland seit Tagen über den Fall von Collien Fernandes.

Sie, wir nicht!

Wir reden seit Monaten über Gisèle Pelicot, und die hat gesagt: Die Scham muss die Seite wechseln! – Ich finde, auch in dieser Debatte sollte die Scham mal die Seite wechseln.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des Abg. Thomas Rachel [CDU/CSU]

Denn wir alle, wir Anständigen,

Lachenbei Abgeordneten der AfD

sollten uns hier nicht dafür schämen, dass wir uns international an die Seite von Frauen stellen

… von Abtreibungsorganisationen!

und für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen,

Zurufvon der AfD: Kindstötungen!

sondern diejenigen hier im Haus, die das alles mit Füßen treten, die sollten sich schämen.

Beifallbei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN, der SPD und der Linken

Sie fordern in Ihrem Antrag, dass Deutschland seine Teilnahme am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie einstellen soll.

Übrigens: In Ihrem Antrag steht 16. Mai; aber dieser Aktionstag findet am 17. Mai statt.

Das ist uns so unglaublich egal!

Also, so was!

Der Tag erinnert an die Streichung von Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen durch die Weltgesundheitsorganisation am 17. Mai 1990.

Sie sind da was ganz Großem auf der Spur!

Dass Sie diesen Gedenktag abschaffen wollen, sagt sehr viel über Ihr Weltbild aus.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der Linken

Sie wollen zudem, dass die Bundesrepublik Deutschland an öffentlichen Stellen nirgendswo mehr eine Regenbogenflagge hisst.

Beifallbei der AfD

Das ist doch lächerlich. Da sind selbst Markus Söder und Ilse Aigner von der CSU mittlerweile weiter als Sie, die die Flaggen selbstbewusst beispielsweise zum CSD in München hissen.

Opportunisten sind das!

Sie wollen internationale Programme zur Geschlechtergerechtigkeit einstellen. Wir alle wissen: Gewalt gegen Frauen zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten, alle Hintergründe. Hier in Deutschland faseln Sie immer was von vermeintlich gefährlichen ausländischen Kulturen; im Ausland wollen Sie jetzt aber Programme zur Geschlechtergerechtigkeit einstellen. Ja, was denn nun? Es zeigt sich mal wieder: Ihnen geht es eigentlich gar nicht um die betroffenen Frauen,

…, sondern nur um Hass und Hetze!

sondern nur darum, Stimmung zu machen.

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