Vielen Dank, Herr Kollege Yüksel, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie sagten, wir sollen den Teufel nicht an die Wand malen, dass das kein Untergang des Abendlandes ist usw. usf.
Wir reden hier gerade von einer durchschnittlichen Wartezeit von 30 Wochen für einen Platz in der Kinder- und Jugendtherapie. Wir reden also davon, dass Menschen, Kinder, die Depressionen haben, die Angst vor der Zukunft haben – was für mich in der momentanen gesellschaftlichen Situation durchaus nachvollziehbar ist –, nach der Diagnose im Schnitt 30 Wochen auf einen Therapieplatz warten müssen. Im Schnitt heißt: Manche warten weitaus länger.
Ich möchte Sie fragen: Wie würden Sie beschreiben, was das für die gesellschaftliche Situation bedeutet? Und warum finden Sie für das Problem keine Lösung, sondern planen – nach momentanen Vorschlägen der Regierung –, die Situation noch schlechter zu machen, weil Sie im Gesundheitssystem einsparen wollen? Erklären Sie mir das bitte mit lobpreisenden Worten in Bezug auf die momentane gesundheitliche Situation im Land.