Herr Kneller, da Sie mich ja direkt angesprochen haben, möchte ich darauf Bezug nehmen. Ich habe mich nicht über die Magnetschwebebahn lustig gemacht. Die Realität ist doch: Es gibt in diesem Land Überlegungen, wo Magnetschwebebahnen gebaut werden sollen, zum Beispiel in Nürnberg, aber auch in Berlin und in Hamburg. Bei all diesen Projekten kamen Gutachter zu dem Schluss, dass der Bau zwar technisch möglich und auch finanzierbar ist, es aber keinen verkehrlichen Mehrwert gibt, weil die Leute immer auf halber Strecke aus der Tram oder der U-Bahn in die Magnetschwebebahn umsteigen müssten und es gerade das Umsteigen ist, das die Leute davon abhält, das System zu nutzen.
Wenn wir ins Ausland schauen, dann sehen wir zwei Länder, die an Magnetschwebebahnen arbeiten. Das eine Land ist China, das andere Japan. In China, in Shanghai, wurde der Transrapid zum Flughafen gebaut. Man hatte ursprünglich geplant, das groß zu erweitern. Das ist nie passiert. Stattdessen hat man neun U-Bahn-Linien gebaut, weil man am Ende gesehen hat: Der Transrapid ist eine nette Technologie, bringt aber halt doch nicht dasselbe wie ein U-Bahn-Netz, das man in der Stadt bauen kann.
In Japan wird seit den 70ern an der Magnetschwebebahn gebaut. Die sind immer noch nicht fertig. Es gibt immer noch keine Verkehrsfreigabe. Ein verkehrlicher Mehrwert – das sagen mehrere Gutachter – ist nicht da.
Zum Schluss noch ein Punkt, weil Sie uns schon wieder in Bezug auf die Dragqueens angesprochen haben: Ich erinnere mich noch, dass ein gewisser Mann, jetzt Abgeordneter, einer Frau einen „Hatefuck“ angedroht hat. Wissen Sie, wer dieser Abgeordnete war?
– Genau. – Sie!