Vielen Dank, Herr Präsident, dass Sie die Kurzintervention zugelassen haben. – Schade, Herr Kollege Reddig, dass Sie meine Zwischenfrage nicht zuließen.
Eine kurze Anmerkung zur Aktivrente: Ja, die halten wir für ungeeignet und wollen sie abschaffen. Sie ist ineffizient, hat sehr viele Mitnahmeeffekte und ist einfach sehr teuer.
Aber meine Frage richtet sich darauf: Sie haben mir unterstellt, dass ich die demografische Entwicklung hier nicht einbezogen hätte. Geben Sie mir recht, dass in den Nachhaltigkeitsfaktor der Rentenformel der Rentnerquotient eingeht und nicht der Altenquotient? Das heißt, es kommt entscheidend darauf an: Wie ist das Verhältnis der Anzahl der Rentnerinnen und Rentner auf der einen Seite und der Beschäftigten auf der anderen Seite? Deswegen ist es ganz entscheidend für die zukünftige Rentenpolitik, dass wir möglichst viele Menschen möglichst lange in Beschäftigung bringen bzw. halten. Und das habe ich am Ende meiner Rede gesagt: Zum Beispiel ist die Frauenerwerbstätigkeit zu stärken.
Die Maßnahmen, die wir hier für mehr Reha, mehr Prävention treffen, sind genau darauf ausgerichtet, mehr Menschen länger in Beschäftigung zu halten – freiwillig. Das betrifft das Kernproblem.
Und Sie reden immer von der Demografie als etwas in Stein Gemeißeltem, etwas, was am Ende politisch gar nicht gestaltbar wäre. Das halten wir für falsch.