Gerne zum Schluss. Ich würde noch kurz ausführen. – Wenn Sie Krokodilstränen über die deutsche Industrie, über die Wirtschaft vergießen, dann ist das an Heuchelei nicht zu überbieten.
Sie spielen sich hier als der große Retter der Wirtschaft auf. Aber schauen wir genau auf Ihre politische Agenda. Das ist Ihre tatsächliche Agenda: Sie sind für den Austritt aus der Europäischen Union.
Sie setzen auf Nationalismus.
Sie klatschen laut Beifall, wenn Ihre politischen Freunde in aller Welt Zölle hochziehen,
wenn neue Handelsschranken aufgebaut werden.
Sie sind die Vertreter der nationalen Käseglocke. Das sind alles Ihre Kumpane. Aber damit kann man keine erfolgreiche Politik für unser Land gestalten.
Sie legen sehenden Auges die Axt an das Fundament unseres Wohlstands. Unser Erfolgsmodell, unser Geschäftsmodell „Made in Germany“ lebt vom freien Handel, vom Export, vom globalen Austausch und von der Vernetzung der Welt.
Und dieses Modell wollen Sie vernichten mit Abschottung, mit nationalistischen Fantasien.
Sie zerstören es.
Aber noch viel schlimmer: Sie wollen damit Millionen von hart erarbeiteten Arbeitsplätzen in unserem Land vernichten.
Das ist eine Politik der Abschottung. Sie sollten sich – ich habe den Zwischenruf gehört – wirklich schämen für diese Doppelmoral,
sich hier als Anwalt für die Wirtschaft, für den Mittelstand hinzustellen.
In Wahrheit wollen Sie den Ast absägen, auf dem unsere familiengeführten Unternehmen, unser Mittelstand, in diesem Land sitzen.
Sie sind die größte Gefahr für die Wirtschaft in diesem Land.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich glaube, wir sind uns einig: Die Menschen im Land haben vor allem eines satt: dieses Miesepetrige, dieses ständige Schlechtreden von der rechten Seite.
Sie säen Zwietracht in unserem Land. Unser Land braucht jetzt eine gute Zukunft. Wir brauchen Mut zu Reformen und keine nationalistischen Konzepte.
Und dafür steht diese Bundesregierung, dafür steht unser Bundeskanzler Friedrich Merz.
Friedrich Merz hat doch recht, wenn er betont, –