Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Herr Kellner. Aber ich sage mal: Die Ausführungen in Ihren Beiträgen sind nicht nur zu kurz gehalten, sondern werden auch der Realität nicht gerecht. Dazu komme ich gleich. Aber erst mal müssen wir der AfD erklären, wie der Strommarkt funktioniert.
Es geht um ein europäisches Netz. Sie erzählen immer vom Abregeln und davon, dass wir den Strom in die Schweiz und nach Frankreich schieben.
Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, man muss hier bei der Wahrheit bleiben. Wir haben ein europäisches Netzsystem. Mal beziehen wir Strom,
mal beziehen die Franzosen Strom, mal beziehen die Schweizer Strom. Das ist eine Art der Verteilung, die genau richtig ist. Wir liefern zum Beispiel unseren Strom aus Windenergieanlagen in Länder wie Frankreich, die ihre Atomkraftwerke im Sommer nicht kühlen können und in den Abschaltmodus gehen müssen. Das hier zur Erklärung.
Auf den ganzen anderen Kram gehe ich nicht ein. Wir haben heute Morgen sogar von Ihnen gehört, dass Atommüll gesund ist. So weit ist es schon bei der AfD.
– Das ist verstrahlt, ja.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich gehe jetzt mal darauf ein, was wir tun. Mit unserer Wirtschaftsministerin Frau Katherina Reiche bauen wir jetzt zum Beispiel den Offshore-Bereich weiter aus. Wir möchten 12 Gigawatt Offshore-Windleistung fertigstellen und hoffen, das bis zum Jahresende zu erreichen. Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen beim Netzausbau natürlich aufpassen, dass wir rechts, links, rauf und runter keine Stoppschilder setzen und einen guten Ausbau erreichen.
Das sind die Dinge, die wir im Sinne der Versorgungssicherheit ausbauen.
Es ist wichtig, dass wir den Industriestrompreis auf den Weg gebracht haben, zwar begrenzt für drei Jahre, aber er gibt den Unternehmen und den Industriestandorten Sicherheit, und er bringt vor allen Dingen Verlässlichkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
und das ist wichtig.
Gleichzeitig – es wurde eben schon von Herrn Rouenhoff angesprochen – haben wir bei Netzentgelten oder bei der Gasspeicherumlage für Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger gesorgt. Daneben setzen wir die richtigen Rahmenbedingungen im Gebäudebereich. Sie hatten es ja schon angesprochen: Wir arbeiten jetzt am GMG, dass das GEG ersetzen soll. Herr Kellner, ich bin aber der Meinung, dass wir die Biotreppe vorher auch drin gehabt haben.