Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Veteranentag ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung für die Männer und Frauen, die sich bereit erklärt haben, Deutschland mit ihrem Leben zu schützen. Wir zeigen ihnen damit, dass wir das nicht einfach als selbstverständlich voraussetzen und dass uns auch bewusst ist, dass der Soldatenberuf eben kein Job ist wie jeder andere.
Die AfD-Fraktion hat sich aber, auch schon bevor es den Veteranentag gab, immer wieder für die Interessen aktiver und ehemaliger Soldaten starkgemacht.
Wir haben mehr Truppenpsychologen gefordert und mehr Mittel für die Behandlung von PTBS, weil eben nicht jede Verletzung, die ein Soldat aus dem Einsatz mitbringt, sichtbar ist und weil es immer wieder Soldaten gibt, die jahrelang wirklich schwer an den Dingen zu tragen haben, die sie im Einsatz erlebt haben. Und es ist ja der Deutsche Bundestag, der die Soldaten dorthin entsendet.
Wir haben mehr Unterstützung für die Familienbetreuungszentren gefordert, weil die Familie – auch das weiß jeder Soldat – ein ganz wichtiger Kraftquell ist, auch dann, wenn man seinen Dienst fernab der Heimat leistet. Es ist natürlich auch für Familien nicht einfach. Die machen sich Sorgen. Die wissen nicht genau, was da eigentlich im Einsatz passiert. Und wenn ein Soldat versehrt oder – schlimmer noch – überhaupt nicht mehr nach Hause zurückkehrt, dann ist das natürlich für die Familien ein schwerer Schlag.
Wir haben uns schon 2019 dafür eingesetzt – wir haben das hier im Deutschen Bundestag beantragt –, dass die Bundeswehr ein Verwundetenabzeichen bekommt. Denn es sollte selbstverständlich sein, dass jemand, der an Körper oder Seele verletzt wird, weil er diesem Land dient, ein sichtbares Zeichen der Anerkennung dafür bekommt. Alle anderen Fraktionen haben das damals abgelehnt. Man hat uns entgegenhalten, das sei ja nur Symbolik. Die Bundeswehr brauche so was nicht. Oder: Man könne kein Verwundetenabzeichen einführen, weil das historisch belastet sei.
Die allermeisten unserer militärischen Partnerstaaten haben Verwundetenabzeichen. Nur den Bundeswehrsoldaten soll es offenbar vorenthalten werden. Umso mehr freue ich mich, dass gerade aus dem Kreis der Veteranen heraus diese Debatte wieder neu an Fahrt aufnimmt. Ich hoffe, SPD und CDU/CSU haben seitdem dazugelernt. Ansonsten können wir das auch gerne noch ein weiteres Mal hier im Deutschen Bundestag beantragen. Verhindern Sie nicht erneut die Einführung eines Verwundetenabzeichens in der Bundeswehr!