Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Diese BauGB-Novelle – Frau Hubertz, Sie nennen sie „Upgrade“ – steht exemplarisch für Ihr politisches Versagen. Sie doktern einfach weiterhin an den Symptomen herum und verschweigen allen konsequent die wahren Ursachen, die man angehen müsste, um die wirklichen Probleme der Wohnungsnot hier im Land zu lösen.
Ich werde Ihnen das gleich noch genauer erklären. Aber bevor ich dazu komme, noch eine Anmerkung: Ursprünglich beinhaltete der Referentenentwurf sogar einen Angriff auf die Eigentumsfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit. Ursprünglich wollten Sie, Frau Hubertz, über das Vorkaufsrecht eine Art Gesinnungs-TÜV einführen.
Sie wollten die Immobilienkäufer von der Gemeinde und dem Verfassungsschutz politisch durchleuchten lassen. Menschen, deren politische Einstellung Ihnen nicht passt, sollten also kein Haus mehr kaufen dürfen.
Nur aufgrund des öffentlichen Drucks und aufgrund unseres Engagements von der AfD haben Sie von diesem Wahnsinn Abstand genommen. Ich bedanke mich bei allen, die hier wachsam waren, berichtet haben und Widerstand geleistet haben.
Und nun zu dem hier vorliegenden Gesetzentwurf, dem „Upgrade“ des BauGBs. Aber wir wollen uns mal tatsächlich die wahren drei Ursachen der Probleme auf dem Bau- und Wohnungsmarkt anschauen, die es eigentlich zu lösen gilt.
Die erste wahre Ursache ist die Migration.
Man kann nicht Jahr für Jahr Hunderttausende zusätzliche Wohnungsnachfrager ins Land holen und gleichzeitig behaupten, das habe mit der Wohnungsnot nichts zu tun.
Die zweite wahre Ursache sind die explodierenden Baukosten. Steuern, Abgaben, Vorschriften, Dokumentationspflichten, technische Normen und immer neue energetische Vorgaben treiben die Kosten nach oben. Der Staat ist längst zum größten Kostentreiber am Bau geworden.
Meine Damen und Herren, die dritte wahre Ursache ist: Deutschland hat ein Rentabilitätsproblem und kein Genehmigungsproblem. Über 760 000 Wohnungen sind bereits genehmigt und trotzdem nicht fertiggestellt. Hunderttausende davon wurden noch nicht einmal begonnen. Und warum? Weil sich das Bauen unter den politischen Rahmenbedingungen dieser Bundesregierung schlicht nicht mehr rechnet. Genau deshalb –