Vielen Dank, Frau Vollath. – Genau deshalb wollen wir eine Kapitalrente, die nicht vom Staat gesteuert wird. Nicht der Staat soll entscheiden, worin investiert wird, sondern das Modell soll ähnlich ausgestaltet werden wie in Schweden. Dort ist es vor allem renditeorientiert, und es gibt die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen. Man kann sich entweder für ein staatliches Modell oder für private Anbieter entscheiden. Diese Chance sollen die Menschen in Deutschland auch haben, damit jeder frei entscheiden kann, wer investiert und worin investiert werden soll.
Wenn man sich anschaut, was in Schweden dabei herausgekommen ist, sieht man: Die Kapitalrente hat – trotz der schon angesprochenen Finanzmarktkrise – in den letzten Jahren seit der Jahrtausendwende durchschnittlich eine Rendite von 11 Prozent erwirtschaftet. Das hat dazu geführt, dass es den Menschen in Schweden im Alter deutlich besser geht.
Wir haben das auch durchgerechnet, und zwar nicht mit 11 Prozent, sondern sehr konservativ mit 5 Prozent. Ein junger Mensch, der jetzt mit 22 Jahren anfängt, in die Rente einzuzahlen und dies 45 Jahre lang tut, kann als Durchschnittsverdiener mit dem, was wir vorschlagen, auf den heutigen Euro gerechnet, im Alter durchschnittlich zusätzliche 770 Euro haben. Das zeigt: Das, was wir vorschlagen, führt dazu, dass die Rente, dass die Altersvorsorge der Menschen in Deutschland besser wird.