Vielen Dank für Ihre Frage, Frau Kollegin. – Ich würde zunächst mal zurückweisen, dass wir uns hier von der Wahrheit entfernen.
Wenn Sie aufmerksam zugehört haben – und davon gehe ich aus –, haben Sie in den Ausführungen des Kollegen Sepp Müller im Grunde schon die Antwort gehört – und ich werde das, wenn ich meine Rede gleich fortsetze, auch noch mal betonen –: Es kann nicht darum gehen – und die Zahlen, die genannt worden sind, beweisen es ja –, die Abnahme von Gas und Öl zum Heizen in dem Maße fortzusetzen, wie das derzeit der Fall ist. Die Zahlen belegen auch, dass das nicht der Fall sein wird. Das heißt, es ist durchaus realistisch, zu sagen, dass das, was in einem Zeitraum von jetzt noch 19 Jahren am Ende an Gasbedarfen oder Ölbedarfen fürs Heizen übrig ist – und es wird voraussichtlich noch einen Anteil geben –, tatsächlich auch aus Biomasse zu decken ist.
Die Analysen, die es dazu gibt, gehen ja sehr weit auseinander. Der Kollege Sepp Müller hat was zitiert; andere gehen von anderen Dingen aus.
Das heißt, mit dieser Freiheit – das werde ich gleich auch noch mal sagen – gibt es auch gewisse Unsicherheiten. Aber Freiheit hat eben auch immer mit Unsicherheit zu tun; sie hat auch mit Verantwortung zu tun.
Auch das haben wir mehrfach betont.
Das, was Sie auf dem Weg dahin auch immer wieder sagen, passiert ja tatsächlich. Das heißt, auf dem Weg dahin werden wir nicht nur 2030 eine Evaluation haben, sondern wir werden immer wieder die Berichte über Absatzzahlen, zum Beispiel von Wärmepumpen, haben. Wir werden die Zahlen zum Ausbau der Wärmenetze haben.
Und wir werden natürlich auch die Zahlen darüber haben, in welchem Maße noch Gas- und Ölheizungen verkauft werden. Wir werden auch sehen, dass die Biotreppe eingesetzt wird, dass die Bilanzierung funktioniert.
Und Ende des Jahres werden wir dann einen Eindruck davon haben, wie der Hochlauf zur Grünöl- und Grüngasquote zu organisieren ist. Die wird dann am Ende, nämlich ab etwa 2040, die Biotreppe erfolgreich ablösen; davon sind wir fest überzeugt.
Wir werden diesen Weg möglich machen. Da sind natürlich etliche Maßnahmen noch zu vollziehen, und die werden wir tatsächlich auch angehen.
Was also ist von der Wärmewende zu erwarten, und wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus? Die eingeleitete Elektrifizierung, also der Hochlauf der Wärmepumpe, setzt sich sicher fort. Dieser Anteil wächst ständig; daran gibt es keinen Zweifel. Zudem werden Fern- und Nahwärme ausgebaut, und wir machen sie klimaneutral. Dafür folgt in naher Zukunft eine eigene Gesetzgebung.
Auch der Anteil der Fern- und Nahwärme beim Heizen wird also steigen. Folglich wird der Anteil – ich sagte es gerade – von Gas- und Ölheizungen deutlich sinken. Außerdem erfolgt in diesen Fällen eine Umstellung auf 100 Prozent klimaneutrale Brennstoffe.
Alles zusammen führt dann zur bezahlbaren, klimaneutralen und sicheren Wärmeversorgung für unser Land.