Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist schön, dass wir heute im Rahmen der Änderung des Abgeordnetengesetzes und der Geschäftsordnung auch die Möglichkeit der digitalen Anwesenheitserfassung für uns Abgeordnete schaffen.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das schon lange selbstverständlich, für uns nicht.
Die Forderungen nach der Digitalisierung sind überall greifbar, auch in den Kommunen, im Bundestag, in den Unternehmen. Und wir gehen mit der digitalen Anwesenheitserfassung jetzt einen wichtigen Schritt: Wir ersetzen die seit 120 Jahren bestehenden Papierlisten ab 1. Oktober durch die digitale Anwesenheitserfassung.
Wir sparen damit aber auch Papier – mindestens 55 000 Blatt im Jahr –, und mindestens – wirklich mindestens! – 1 000 Arbeitsstunden.
Wir haben vor allen Dingen auch gezeigt, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen aus der IuD-Kommission, dass wir einfache Lösungen auf einer bestehenden Infrastruktur an allen Eingängen des Hauses sicher, schnell, zügig und zeitnah umsetzen können. Und genau so stelle ich es mir auch bei weiteren Projekten vor. Wirtschaftlich sinnvoll fügt es sich nahtlos in unser bestehendes System ein.
Lieber Herr Kollege König, ich bin allen Fraktionen dankbar – auch der AfD-Fraktion –, dass alle mitgestimmt haben in der IuD-Kommission und im Ältestenrat, weil es einfach wichtig ist. Missbrauch gibt es immer. Aber wir haben gerade mit dem digitalen Ausweis und dem darin befindlichen Chip eine gute Möglichkeit geschaffen. Wenn die EUDI-Wallet kommt, können wir auch da den Ausweis einbuchen. Dann haben wir noch einen weiteren Mehrwert geschaffen.
Und dann, sehr geehrter Herr Kollege Fechner, können wir uns auch das Thema „elektronische Abstimmung“ noch mal vornehmen; das will ich auch. Ich glaube, das können wir auch schaffen. Wenn wir am bestehenden System festhalten, es nutzen, aber eben digital umstellen, wenn wir uns da kurzschließen, dann bin ich ganz sicher, dass wir in der IuD-Kommission und im Ältestenrat auch hier gute Lösungen finden.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte mich für die wirklich gute Arbeitsatmosphäre bedanken, die wir in der IuD-Kommission haben, aber auch in der Rechtstellungskommission; denn diese Kommissionen sind kein Selbstzweck, liebe Frau Lührmann. Diese Kommissionen sind dazu da, dass wir den Bundestag mit den Abgeordneten, den Abgeordnetenbüros, aber auch der Verwaltung digital und auch sonst fit für die Zukunft machen. Das ist kein Selbstzweck; das dient auch der Stärkung der Demokratie, das dient auch der Stärkung dieses Hauses, auch wenn es um Angriffe von innen und von außen geht. Deswegen kann ich da wirklich nur sagen: Danke schön für die konstruktive Zusammenarbeit!
Wir werden auch kollaboratives Arbeiten zügig vorantreiben. Im September/Oktober, also im Herbst, werden wir – das haben wir gestern besprochen – für alle Abgeordnetenbüros, aber auch für die Verwaltung KI-Chatbots einführen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls.
Wir haben eine Digitalstrategie gemeinsam verabschiedet, die zum Beispiel die Grundlage dafür bietet, dass wir sagen: Unsere Systeme müssen mit der 3S-Strategie auch sicher, souverän und anwenderfreundlich sein.
Insofern, liebe Kolleginnen und Kollegen: Lassen Sie uns nach der Sommerpause so weitermachen, wie wir es abgeschlossen haben! Vielen Dank und Ihnen eine gute Zeit, die nicht ganz frei ist, aber auch Zeit für Erholung bietet.
Danke schön.