Herr Präsident! Frau Staatsministerin! Kolleginnen und Kollegen! Liebes Sportdeutschland! Ja, es ist historisch, wie es der Kollege Mayer gesagt hat, was wir heute beschließen werden. Ein Sportfördergesetz wurde auf den Weg gebracht, und das nicht seit gestern. Ich nehme Sie mit zu Lake Placid, den Winterspielen 1980. Am 24. Februar wurde dort die olympische Flamme gelöscht. Zwei Tage später kam ich auf die Welt. Und was stand in der Zeitung? Da stand: Was ist los mit Sportdeutschland? Wir brauchen neue Förderungen. Was müssen wir bewegen?
46 Jahre später stehen wir hier und bringen jetzt auf den Weg, was wir in der letzten Legislatur gemeinsam angepackt haben: mit dem Sport zusammen, in vielen Arbeitsgruppen. Denn ein Sportfördergesetz macht man nicht allein, man macht es mit dem Sport zusammen. Kollegin Lugk hat es gesagt: Wir haben es gemeinsam auf den Weg gebracht. Jetzt wird es über die erste Ziellinie gebracht. Aber das ist noch nicht das Ende. Es gibt auch noch Änderungsbedarf. Da möchte ich einen großen Bayern zitieren, den Monaco Franze: A bisserl wos geht oiwei.
Dementsprechend werden wir uns zusammensetzen und das Gesetz weiterentwickeln.
Der Safe Sport Code war ein wichtiger Schritt. Wir haben 2026. Wir wollen Athletinnen und Athleten, die geschützt ihrer Arbeit nachgehen können. Und das ist ihre Arbeit. Deshalb denkt am Ersten Mai, dem Tag der Arbeit, bitte auch an unsere Athletinnen und Athleten.
Auch die Trainerinnen und Trainer werden unterstützt. Und wir müssen sie bei uns im Land halten, damit unser Nachwuchs die Chance hat, die besten Trainerinnen und Trainer zu bekommen.
Genauso ist es mit der Sportwissenschaft. Die Sportwissenschaft bringt uns nach vorne; auch die muss unterstützt werden. Deswegen muss der Sport hier zusammenarbeiten. Das wird mit diesem Sportfördergesetz umgesetzt. Deswegen werden wir ihm auch zustimmen.
Auch die Spitzensport-Agentur ist ein wichtiger Apparat der Lenkung.
Aber, wie gesagt, wir werden weiter an dem Gesetz arbeiten. Es gibt kein Ende. Wenn ein Gesetz auf den Weg gebracht wird und das das Ende wäre, dann wäre es ein schlechtes Gesetz. Ein Gesetz wächst und verändert sich im Laufe der Zeit, und es muss sich mit den Aufgaben verändern. Darauf werden wir ein Augenmerk legen; das werden wir mit begleiten. Wir tun das für Sportdeutschland, wir tun es für die Athletinnen und Athleten, die jeden Tag rausgehen.
Wir stehen jetzt kurz vor der Sommerpause, liebe Kolleginnen und Kollegen. Sie werden bei uns wunderbare Sportveranstaltungen erleben können. Schauen Sie vorbei und denken Sie sich: Genau, damit ich in den Genuss komme, hier anfeuern zu können, in den Genuss, Fan zu sein, braucht es gute Strukturen. Es braucht Fördermaßnahmen, Förderrichtlinien. Es braucht Athletinnen und Athleten, die einen freien Kopf haben, die rausgehen und Sport machen können, aber Antworten darauf haben: Was mache ich nach dem Sport? Wie ist meine berufliche Karriere aufgestellt? – Das stellen wir das allererste Mal in unserem Land auf eine gesetzliche Basis.
Deswegen sagen wir auch Ja dazu.
Ich freue mich auf die weitere Ausgestaltung des Gesetzes. Ich freue mich auf ein Miteinander. Und ich freue mich darauf, dass wir Sportdeutschland wieder dahin bringen, wo es hingehört, und zwar nach ganz vorne, und das mit Menschen, die Spaß haben am Sport, mit Fans, die mitjubeln. Sport verbindet, Sport ist integrativ, Sport in inklusiv. Hier können wir unterstützen, und wir werden das tun. Und wenn wir was nachbessern müssen, dann machen wir das miteinander.
Schöne Sommerpause Ihnen! Viel Spaß beim Sport!