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137. Sitzung
Donnerstag, 19. Dezember 201919. Wahlperiode, 137. Sitzung
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Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ist in der Verfassung klar geregelt. Wir haben als Mitglieder des Vermittlungsausschusses eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie umfasste Vertreter aller Fraktionen. An der Arbeitsgruppe konnten alle Mitglieder teilnehmen, die berufen wurden. In der letzten Sitzung der Arbeitsgruppe hat welche Fraktion gefehlt?

Welche wohl?

Weitere Zurufe von der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die AfD.

Beifallbei Abgeordneten der SPD, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN

Es war nur ein Mitarbeiter da, sodass sie nicht einmal mit abstimmen konnte.

Peinlich!

Weitere Zurufe von der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wir hatten regelgerecht am Mittwoch eingeladen zur Abstimmung des Ergebnisses, das heute vorliegt. Da hätte man sich zu Wort melden können, man hätte auch pünktlich da sein können. Wer kam 30 Minuten zu spät?

Der Kollege Brandner!

Zurufvon der LINKEN: Die AfD!

Na, Herr Brandner?

Meine Damen und Herren, wer sich selbst so wenig unter Kontrolle hat, wer nicht in der Lage ist, Termine, die langfristig geplant sind, wahrzunehmen, der sollte hier im Bundestag nicht das Wort ergreifen und unsere Diskussion schlechtreden.

Beifallbei der SPD, der CDU/CSU, der FDP, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Dieses Verfahren, das wir durchgeführt haben, ist ein regelgerechtes, und es führt zu einem Ausgleich der Interessen zwischen denen, die den Klimaschutz wollen, die ihn auch bezahlen müssen, und denen, die den Klimaschutz, wie wir es im ursprünglichen Gesetz des Bundestages gemacht haben, vorantreiben wollen. Es führt auch zu einem Ausgleich zwischen den Interessen des Bundesrates und des Bundestages. Ja, das Ergebnis, das wir Ihnen heute vorlegen, ist ein anderes als das, was wir hier im Bundestag beschlossen hatten. Denn wir setzen den CO2-Preis höher an, als wir ursprünglich geplant hatten, und ja, wir führen dafür einen sozialen Ausgleich ein.

Zurufevon der AfD

Für uns als Sozialdemokraten war es extrem wichtig, dass, wenn der Verbrauch höher besteuert wird, die Kosten transparenter werden

Zurufdes Abg. Alexander Graf Lambsdorff [FDP]

und dafür auch ein sozialer Ausgleich stattfindet. Aus diesem Grund wird die EEG-Umlage, die im Strompreis enthalten ist, fast auf null gesetzt.

Lachenbei der AfD

Das heißt, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, die bisher die EEG-Umlage bezahlen, werden entlastet. Der höhere CO2-Preis führt zu einer Entlastung der Bürgerinnen und Bürger bei der EEG-Umlage. Das ist ein richtiger Prozess.

Beifallbei der SPD

Ich bin froh, dass die Grünen ihren Widerstand gegen eine Pendlerpauschale aufgegeben haben. Im Gegenteil: Wir haben die Pendlerpauschale noch einmal erhöht, weil diejenigen in diesem Land, die täglich zur Arbeit fahren müssen, die eine weite Strecke auf sich nehmen müssen, unterstützt werden müssen.

Ich bin froh, dass sie diesen ideologischen Graben überspringen konnten und wir darüber Konsens haben.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU

Ich wäre froh, wenn dieser nationale Klimakonsens, den wir jetzt in diesem Verfahren erreicht haben und den wir nachher beschließen werden, auch getragen wird. Getragen heißt, lieber Kollege Hofreiter, dann auch dazu zu stehen und nicht die erstbeste Möglichkeit zu suchen, um sich wieder vom Acker zu machen und zu sagen, das reiche alles nicht etc.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU

Wenn man dazu steht, wenn man hier heute entsprechend abstimmt, dann gilt das auch; denn wir brauchen auch die langfristige Überzeugung und Einstellung der Bevölkerung bezüglich der Veränderungen, die dies mit sich bringt.

Ihr fallt doch immer zuerst um!

Von daher, meine Damen und Herren, wird meine Fraktion diesem Kompromiss zustimmen. Es ist ein guter Kompromiss, der das Land modern nach vorne bringt. Liebe Grüne, ich danke Ihnen für die Verantwortung, die Sie gezeigt haben.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU
Beifallbei Abgeordneten der SPD

Mann, der weiß ja gar nichts! Was kann der denn überhaupt?

Als nächster Redner hat das Wort der Kollege Christian Dürr, FDP-Fraktion.

Beifallbei der FDP

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